Bayern Münchens Trainer Thomas Tuchel hat auf ein eventuelles Mitspracherecht von Max Eberl bezüglich Aufstellungsfragen mit Verwunderung reagiert. „Ich denke, dass ich für die Aufstellung verantwortlich bin, war und bleibe“, betonte Tuchel auf der PK einen Tag vor dem Spiel in Freiburg.

„Das habe ich noch nie anders erfahren, auch hier nicht. Ich gehe davon aus, dass das so bleibt“, sagte Tuchel.

Der neue Sportvorstand Max Eberl hatte sich bei seiner Vorstellung am Dienstag unter anderem zur Situation von Mathys Tel und dessen Spielzeit geäußert. Tel kam in dieser Saison in der Bundesliga bislang noch nicht von Beginn an zum Einsatz.

„Zu Tel sehe ich den Konfliktstoff nicht. Meiner Meinung nach hat er noch nie so viele Minuten gespielt wie unter uns. Und so regelmäßig. Deswegen sehe ich den Konflikt nicht in der Personalie“, sagte Tuchel.

„Werden sehen, welchen Effekt Max hat“

Generell kommentierte der Noch-Trainer der Bayern die Personalie schmallippig. „Wir werden sehen, welchen Effekt Max hat. Es ist jetzt das dritte Mal in den vergangenen zwölf Monaten, dass wir das Organigramm umschreiben – zum dritten Mal unmittelbar vor einem Bundesligaspiel. Das ist nicht ohne. Wir versuchen, den kompletten Fokus auf das Spiel zu richten“, sagte Tuchel.

Eberl tritt am Freitag offiziell seinen Dienst beim deutschen Fußball-Rekordmeister an. Am Donnerstag stellte er sich laut Tuchel aber bereits bei der Mannschaft und dem Trainerstab vor. Die Verpflichtung des 50-Jährigen bestimmt derzeit die Schlagzeilen. Er hoffe, so Tuchel, „auf seine Unterstützung“. Sicher ist bereits, dass Eberl künftig auf der Tribüne sitzen wird. Sein Vorgänger Hasan Salihamidzic war immer auf der Bank gesessen.

Die Partie in Freiburg, das 2000. Bundesligaspiel der Münchner, werde der FC Bayern mit „großer Lust und unverminderter Leidenschaft bestreiten“, betonte Tuchel: „Wir werden alles dafür tun.“ Das jüngste 2:1 gegen Leipzig bewertete der Coach als „kleine Trendwende. Jetzt müssen wir nachlegen.“

Fraglich ist der Einsatz des angeschlagenen Leroy Sane, dafür kehrt Alphonso Davies nach überstandener Knieverletzung in den Kader zurück. Neben dem gelbgesperrten Matthijs de Ligt fehlen weiterhin Serge Gnabry, Kingsley Coman, Sacha Boey und Noussair Mazraoui.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)