Eintracht Frankfurt hat den Reisestrapazen getrotzt und mit einem Kraftakt auch bei Werder Bremen gepunktet. Die Hessen holten im Weserstadion nach einem 0:2-Rückstand ein wertvolles 2:2 (0:1) und liegen als Siebter weiter auf Kurs Europa. Werder bleibt Zwölfter.
Ellyes Skhiri (65.) und Hrvoje Smolcic (75.) sorgten für die erfolgreiche Aufholjagd der Eintracht, die nun schon acht Pflichtspiele in Folge ungeschlagen ist. Neu-Nationalspieler Marvin Ducksch per Foulelfmeter (45.+2) und der aus Frankfurt ausgeliehene Rafael Borré (50.) hatten Werder zunächst in Führung gebracht.
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„Nach dem 2:0 haben wir aufgehört zu spielen. Wir haben uns hinten reindrücken lassen und einfache Ballverluste gehabt. Das darf nicht passieren“, klagte Leonardo Bittencourt nach dem Schlusspfiff bei DAZN.
SGE-Trainer Toppmöller: „Waren näher dran am Sieg“
Frankfurts Mario Götze freute sich über das Comeback seiner Mannschaft: „Es war ein intensives Spiel, gerade am Ende. Wir haben viel Mentalität beweisen nach dem Rückstand“, erklärte der 31-Jährige. „Kompliment an die Mannschaft, dass wir so zurückgekommen sind und hinten raus viele Torchancen erarbeitet haben.“
Werder-Coach Ole Werner sprach von einem „gerechtfertigten“ Unentschieden, Eintracht-Trainer Dino Toppmöller erkannte leichte Vorteile für sein Team: „Wir waren, glaube ich, näher dran am Sieg.“
Die Eintracht hatte nach der Pause trotz des zuletzt engen Programms noch Reserven: Für das Team von Trainer Toppmöller war es nach den Siegen bei Viktoria Köln, Union Berlin und HJK Helsinki das vierte Auswärtsspiel innerhalb von elf Tagen. Und damit nicht genug: Von den nächsten drei Spielen finden zwei erneut in der Fremde statt.
Ducksch trifft per Elfmeter zur Führung
„Die Reisen und Spiele kosten Kraft“, hatte SGE-Coach Toppmöller vor dem Anstoß gesagt. Tatsächlich begann sein Team fahrig und abwartend, allerdings tat auch Werder wenig für die Unterhaltung der 42.100 Fans. Die Folge war eine von Zweikämpfen statt Torchancen geprägte Begegnung. Eine Direktabnahme von Frankfurts Omar Marmoush (19.) war die einzig gefährliche Situation der ersten halben Stunde.
Werder kam mit der Doppelspitze Ducksch/Borré langsam besser in die Partie, Bittencourt verfehlte aus der Distanz das Tor noch knapp (35.). Nachdem Ansgar Knauff in der Nachspielzeit Bremens Jens Stage im Strafraum ungestüm stoppte, verwandelte Ducksch den fälligen Elfmeter sicher.
Zur zweiten Halbzeit kam Mario Götze auf das Feld, Toppmöller hatte im Vergleich zum 1:0-Sieg in der Conference League gegen Helsinki kräftig rotiert. Werder-Coach Werner schickte dagegen eine unveränderte Elf auf den Rasen – und wurde belohnt: Der im September als Ersatz für Niclas Füllkrug geholte Borré erhöhte per Kopf.
Frankfurt drückt aufs dritte Tor
Frankfurt drängte nun auf den Anschluss, scheiterte aber zunächst kläglich: Knauff schoss aus nur acht Metern völlig freistehend weit über das Tor (55.). Besser machte es Skhiri, der aus 18 Metern mit viel Wucht traf.
Und damit nicht genug: Smolcic gelang per Kopf der Ausgleich, in der spannenden Schlussphase war die Eintracht sogar dem dritten Tor nahe.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)