Bremens Stürmer Niclas Füllkrug ist inzwischen in der Bundesliga etabliert und sogar in der Nationalmannschaft angekommen. Sein Weg in die deutsche Sturmspitze war allerdings lang und das sei teilweise auch Pep Guardiolas Schuld, findet Füllkrug.

Der Torschützenkönig der vergangenen Saison sagte im Gespräch mit der dpa: „Gerade als Pep mit der falschen Neun modern wurde und fast nur noch Techniker auf der Position hat spielen lassen, die sich in den Räumen bewegen, wenig Präsenz, wenig Wucht haben, war das natürlich nicht förderlich für mich.“

Er hatte auch in seinen Zweitligajahren schon gute Saisons, zum Beispiel mit 14 Toren für den 1. FC Nürnberg in der Saison 2015/16. Dort blieb aber die große Aufmerksamkeit aus. Durch das taktische System während dieser Zeitspanne habe er „Nachteile gehabt“.

Füllkrug startet als echter Neuner durch

Der Stürmer fiel in der vergangenen Saison tatsächlich durch seine Fähigkeiten als klassischer Neuner auf, für den im „Guardiola-System“ kein Platz war. Der taktische Umschwung im Weltfußball zurück zu einem Stürmer, „der eine Torgier hat, der eine Präsenz und Ausstrahlung hat“, kommt dem 1,89 Meter großen Offensivmann offenbar zu Gute.

Im vergangenen Jahr wurde Füllkrug erstmals in die DFB-Elf berufen und fuhr direkt mit zur WM in Katar, wo er zwei Tore erzielte. Der 30-Jährige mit dem Spitznamen „Fülle“ sagt über seine Leistung für die deutsche Mannschaft: „Dass ich auf dem Niveau auch funktioniere, freut mich natürlich.“

Im nächsten Bundesliga-Spiel gastiert die Bremer Mannschaft um den Stürmer beim SC Freiburg (Samstag ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) und will nach dem verlorenen Auftaktspiel gegen den FC Bayern die Abstiegsränge wieder verlassen.