Frankfurts neue Erfolgsachse?
Frankfurts neue Erfolgsachse?
Bei Eintracht Frankfurt formiert sich eine neue Achse. Bei diesem Prozess sind auch zwei Neuzugänge ganz wichtig.
Ellyes Skhiri kennt die Bundesliga nach vier Jahren beim 1. FC Köln aus dem Effeff. Mit seinen 28 Jahren soll er auf seine Art und Weise Führung beim neuen Klub Eintracht Frankfurt übernehmen.
„Ich bin nicht unbedingt ein Lautsprecher“, wehrte der Tunesier bei seiner Vorstellungspressekonferenz auf SPORT1-Nachfrage zwar ab.
Neuzugänge Skhiri und Koch sollen Führung übernehmen
Skhiri geht allerdings von Tag eins an auf dem Platz voran und hilft seinen Mitspielern. Er fordert den Ball und weiß ganz genau, wie er mit dem Leder umzugehen hat. Zugleich dirigiert der WM-Teilnehmer seine Nebenleute, gibt ihnen mit seiner Laufstärke Halt. Skhiri wird auch ohne großes Mundwerk zu den natürlichen Führungsspielern im Eintracht-Kader gehören.
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Der zweite prominente Neuzugang geht kommunikativ deutlich offensiver vor. Robin Koch, der zunächst für knapp 500.000 Euro auf Leihbasis von Leeds United kam, stellte klar: „Ich will eine absolute Führungsrolle einnehmen. Das erwarten auch alle von mir.“ Der 27-Jährige möchte sich so wieder in Fokus von Bundestrainer Hansi Flick spielen.
Bei Hasebe und Rode rückt das Karriereende näher
Koch fehlte im Trainingslager in Windischgarsten zwar wegen Adduktorenproblemen. Die Frankfurter sind dennoch überzeugt davon, mit ihm Leader- und Defensivqualitäten verpflichtet zu haben.
Dieser Umbruch ist für den neuen Trainer Dino Toppmöller deshalb perspektivisch wichtig, nur mit jungen Profis alleine bekäme die Eintracht Probleme. Kurzfristig, weil drei Wettbewerbe vor der Tür stehen. Langfristig, weil erfahrene Kräfte in den kommenden Jahren wegbrechen.
Denn Makoto Hasebe mit fast 40 (!) Jahren und Kapitän Sebastian Rode, der sein Karriereende für 2024 angekündigt hat, helfen höchstwahrscheinlich nur noch eine Saison. Sie sind weiterhin Schlüsselspieler und Stützen für das Team. Allerdings tickt in beiden Fällen die biologische Fußball-Uhr.
Götze und Trapp sind Teil der neuen Achse
Die Vertragsverlängerung von Mario Götze nur einen Tag vor dem verlorenen Pokalfinale gegen RB Leipzig war deshalb sehr wichtig.
Der Weltmeister nahm sich zuletzt in die Pflicht: „Ich will helfen, eine neue Achse zu bilden und die neuen Spieler zu integrieren.“ Sportdirektor Timmo Hardung sagte im großen SPORT1-Interview, er „braucht kein Kapitänsbinde, um Führungsspieler zu sein“.
Ähnliches gilt für Kevin Trapp im Tor. Der Schlussmann ist ein Gesicht des Vereins, er ist nicht nur sportlich wichtig für den gesamten Klub. Trapp ist ein Sprachgenie, zudem hält er einem Sturm Stand, lässt sich nicht so einfach aus der Fassung bringen. Seine Worte haben Gewicht.
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Auch Integrationsminister Chandler ist wichtig
Und dann ist da noch der häufig unterschätzte Timothy Chandler. Der gebürtige Frankfurter ist sehr beliebt in der Mannschaft, er ist der „Integrationsminister“, der den neuen Spielern hilft und die Gruppe zusammenhält.
Im Training nimmt er an jeder Einheit teil, stellt sich auch ohne Chance auf regelmäßige Einsätze in den Dienst des Teams. So etwas hat Vorbildfunktion und ist nützlich bei der Charakterbildung.
Die Eintracht agierte in den letzten Jahren immer dann am stärksten, wenn die Achse stabil war. Mit Trapp, Koch, Skhiri, Götze und Chandler können die nahenden Karriereenden von Rode und Hasebe abgefangen werden. Und wer weiß, ob einer aus der jungen Riege dahinter den nächsten Schritt nimmt.
Krösche hat bei Transfers auch auf Führungsqualitäten geachtet
Sportvorstand Markus Krösche jedenfalls betonte: „Es war für uns auch wichtig, dass wir bei all den jungen Hasen auch Erfahrung und Führung in unserer Struktur haben. Wir haben jetzt eine Achse, an die sich junge Spieler anlehnen können.“
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Diese Achse, sie soll einer der Erfolgsfaktoren der Eintracht in der kommenden Saison sein.