Mehr Interviews, mehr Einblicke: Was für Fußball-Fans zunächst gut klingt, könnte unter den Bundesliga-Klubs umstritten sein.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) will offenbar die Fernsehübertragungen von Bundesliga-Spielen revolutionieren – und diskutiert dafür einige Neuerungen.

Der Grund: Nach dem geplatzten Investoren-Deal plant die DFL andere Quellen anzapfen, um zu mehr Geld zu kommen. Gerade im Vergleich zur Premier League hinken die Bundesliga-Klubs bei den TV-Einnahmen deutlich zurück.

TV-Rechte für die Bundesliga: Diese Änderungen sollen kommen

Deshalb will die DFL Live-Spiele noch schmackhafter für die Sender machen, um bei den Verhandlungen für die Fernseh-Rechte ab der Saison 2025/26 höhere Einnahmen herauszuschlagen.

Laut Informationen der Sport Bild sollen vor allem diese Neuerungen bei den TV-Übertragungen kommen:

  • Wenn Spieler und Trainer am Stadion ankommen, soll es Kurz-Interviews auf dem Weg vom Bus in die Kabine geben.
  • Auch in den Halbzeit-Pausen soll es Interviews geben.
  • Es soll exklusive Einblicke in den Kabinentrakt geben. Dabei sei aber nicht geplant, dass TV-Kameras direkt nach Spielende mit in die Umkleide dürfen, so wie es in den großen US-Profiligen wie der NBA oder der NFL bereits seit längerer Zeit Brauch ist.

Für diese Art der Einblicke kommen vor allem die Top-Klubs der Bundesliga infrage, deren Spiele besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Auch mit denen dürften die Verhandlungen für die DFL aber hart werden. Denn sollte die TV-Revolution kommen, könnten vor allem die großen Klubs mehr Geld aus der Verteilung der Fernsehgelder fordern.