VfB-Idol: „Mache mir große Sorgen“

von SPORT1
VfB-Idol: „Mache mir große Sorgen“

VfB-Idol: „Mache mir große Sorgen“

Die Entwicklung des VfB Stuttgart in den vergangenen Jahren ist für viele Fans besorgniserregend. Auch VfB-Legende Hansi Müller macht sich Sorgen um seinen Ausbildungsverein.

Der VfB Stuttgart hat sich am letzten Spieltag der vergangenen Saison glücklich auf den Relegationsplatz gerettet. In dieser Saison sollte bei den Schwaben alles besser werden, doch der VfB startete denkbar schlecht. Nach neun Spielen und drei Niederlagen in Serie musste sich Anfang Oktober Cheftrainer Pellegrino Mattarazzo verabschieden.

Seitdem sitzt sein damaliger Co-Trainer Michael Wimmer auf dem Trainerstuhl und es läuft nur bedingt besser. Die Stuttgarter überwintern auf dem 16. Tabellenplatz. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga).

Vor allem die verheerende Auswärtsbilanz des VfB fällt negativ auf.

„Ich mache mir große Sorgen um meinen VfB, die im Jahr 2022 noch kein einziges Auswärtsspiel gewonnen haben“, sagte Hansi Müller SPORT1 und führte aus: „Das gab es in der Historie des VfB noch nie. Deswegen wird es richtig eng.“

Wimmer-Zukunft hängt von Mislintat-Verbleib ab

Alleine in den vergangenen drei Auswärtsspielen vor der WM-Pause sammelte der VfB drei Niederlagen, wobei sie über drei Tore im Schnitt kassierten. Mit Wimmer an der Seitenlinie konnten zumindest zuhause mehr Punkte als zuvor eingefahren werden. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga).

Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle hatte angekündigt, dass mit Wimmer, der zurzeit noch als Interimstrainer fungiert, nach der USA-Reise der Stuttgarter Gespräche begonnen werden. Ab dem 21. November soll dann Klarheit herrschen, ob der 42-Jährige die Stuttgarter noch länger als Trainer anführen darf.

Müller ist sich jedenfalls nicht sicher, ob Wimmer bis zum Saisonende auf der Trainerbank sitzen wird: „Ich weiß nicht, ob Michael Wimmer es schafft die Mannschaft über die ganze Saison zu führen. Er hat alle Kräfte gebündelt und zum Teil einen guten Job gemacht. Aber nur zuhause, auswärts nicht.“

Sein Verbleib werde auch davon bestimmt, ob Sven Mislintat weiter als VfB-Manager fungiere. „Wenn sich der VfB von Mislintat trennen wird, wird es auch auf eine neue Trainerverpflichtung hinauslaufen“, vermutet der 65-Jährige.

Hauptproblem Offensive

Mit 18 Toren nach 15 Spieltagen trafen nur Bochum und Schalke seltener das Tor als die Offensivabteilung des VfB Stuttgart. Nachdem im Sommer Sasa Kalajdzic als bester Angreifer die Schwaben verlassen hatte, kam Serhou Guirassy als Ersatz. Jedoch schlug der 26-Jährige noch nicht wie gewünscht ein und kommt bisher nur auf vier Saisontore. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga).

Für Müller steht somit schon fest, wo sich der VfB im Winter verstärken muss: „Ich wünsche mir, dass der VfB vor allem im offensiven Bereich mehr Qualität hat.“

„Das Hauptproblem ist, dass sie es nicht schaffen sich gute Torchancen rauszuspielen. Deswegen steht der VfB da wo er steht und ich hoffe, dass man die Weichen so stellen wird, dass sich dort was ändert“, sagte Müller, der 186-mal für die Stuttgarter aufgelaufen ist.

„Ich wünsche mir, dass es mit dem VfB wieder bergauf geht“, erhofft sich der gebürtige Stuttgarter. Der VfB stehe immerhin auf dem vierten Platz der ewigen Bundesligatabelle. „Seit vier, fünf Jahren geht es rauf und runter und das kann es nicht sein. Ich hoffe, dass gute Entscheidungen getroffen werden.“

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