Der FC Bayern ist nach dem frühen Pokal-Aus wieder voll in der Spur – auch gegen den bis dato ungeschlagenen SC Freiburg gelang dem Rekordmeister ein Sieg. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Neben Leon Goretzka war es einmal mehr Robert Lewandowski, der sich beim 2:1 in die Torschützenliste eintragen konnte. Mit bereits 23 Toren in 17 Pflichtspielen ist der Pole die absolute Torgarantie der Bayern.

Dahinter hat Trainer Julian Nagelsmann in der Offensive allerdings aktuell die Qual der Wahl: Serge Gnabry, Leroy Sané, Kingsley Coman, Thomas Müller und auch Jamal Musiala sind inzwischen allesamt fit und gut in Form. Eine Konstellation, die es bei den Münchenern in der Vergangenheit nicht gegeben hat. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Es ist unverkennbar, dass der Coach nicht alle Akteure in der Startelf aufbieten kann – und genau hier liegt Zündstoff-Potenzial: Die Offensiv-Asse haben jeweils den Anspruch, von Anfang an zu spielen. „Es wird einen treffen, der unverdient nicht spielt“, hatte Nagelsmann bereits vor dem Freiburg-Spiel angekündigt.

FC Bayern: Nagelsmann erkennt keine Unterschiede in der Leistung

„Es sind auch unterschiedliche Spielertypen, die Leistung ist gerade sehr gleich. Da gibt es nicht immer eine bestimmte Begründung, wenn alle auf so einem hohen Niveau sind. Jeder soll auf eine ähnliche Spielzeit kommen“, führte der 34-Jährige aus.

Eine Personalie, die zuletzt überraschend einige Zeit auf der Bank verbrachte, ist Führungsspieler Müller. Der DFB-Kicker musste das Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon zunächst von draußen verfolgen. Vier Tage später beim Heimsieg gegen Freiburg wurde er bereits nach 71 Minuten ausgewechselt.

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nCAPTION: FC Bayern: Thomas Müller unzufrieden mit Einsatzzeit? FCB-Star lässt aufhorchen
nDESCRIPTION: Thomas Müller spricht nach dem Sieg gegen den SC Freiburg über seine Einsatzzeiten. Für SC-Streich ist der Bayern-Star voll des Lobes.

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„Ich habe am Dienstag nicht von Anfang an gespielt, und bin heute in der 70. Minute raus. Dementsprechend schafft es der Trainer mit unserem Kader, der aktuell gesundheitlich sehr stabil dasteht, die Belastung zu verteilen“, lautete Müllers Fazit nach der letzten Partie.

Nagelsmann erklärte auf SPORT1-Nachfrage nochmals den Grund für die vorzeitige Auswechslung: „Es gibt keinen Leistungsgrund. Wir haben viele Spieler im Kader, die alle spielen möchten.“

Ein Bayern-Trio ist meist gesetzt

Die Daten der angesprochenen Bayern-Profis verdeutlichen die überwiegend gerechte Verteilung der Einsatzzeiten. Müller, Gnabry und Sané stehen wettbewerbsübergreifend bei jeweils über 1000 Einsatzminuten.

Lediglich der 18-jährige Musiala absolvierte bislang erst 530 Spielminuten. Dennoch befindet sich der Youngster in Lauerstellung und strotzt auch aufgrund seines ersten Länderspieltores in der letzten Abstellungsphase nur so vor Selbstbewusstsein.

„Er macht nichts schlechter als vor Wochen. Die anderen sind einfach stabiler geworden“, stellte Nagelsmann zuletzt zum jungen Publikumsliebling klar.

Hingegen ist Coman (472 Minuten) im Vergleich der Einsatzzeiten hinten dran, da der Franzose nach seiner Herz-OP erst seit einigen Wochen wieder voll dabei ist. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)

Dafür meldete sich der Rechtsaußen mit zwei Ligatoren umso eindrucksvoller zurück. Demzufolge brauchte Coman bei seinen bisherigen Einsätzen nur 115 Bundesligaminuten pro Treffer.

Gnabry in der Liga besonders treffsicher

Diesen starken Wert knackt allerdings Serge Gnabry (106 Minuten pro Tor), der in der Liga sechsmal ins Schwarze traf und damit nur von Lewandowski überboten wird.

Zwischen den Toren von Müller (219 Minuten) und Sané (231 Minuten) vergeht fast doppelt so viel Zeit. Beide haben jedoch insgesamt mehr Assists (Müller zehn, Sané vier) auf dem Konto als Gnabry (ohne Assist in der Liga).

Folglich bescheinigen auch die verschiedenen Statistiken den aufgeführten Bayern-Stars ein hohes Leistungslevel. Ein Grund, weshalb Nagelsmann zur Wahl seiner Aufstellung sagte: „Es ist nie eine Entscheidung gegen einen, sondern immer eine für den, den man reinbringt.“

So bleibt es spannend, wer in den kommenden Wochen in der Offensive der Bayern starten darf, denn gegen Freiburg stand lediglich Marcel Sabitzer (Magen-Darm-Virus) nicht zur Verfügung.

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