Manuel Neuer freute sich nach dem 5:2-Erfolg bei Union Berlin, dass der FC Bayern nach der Pokal-Demütigung in Gladbach „ein anderes Gesicht“ gezeigt hatte.
Tatsächlich ließen die Münchner in der Bundesliga die erhoffte Reaktion folgen – und offenbarten doch vor den Augen von Bundestrainer und Ex-Coach Hansi Flick auch wieder Defensivschwächen, die von den Fohlen am Mittwoch gnadenloser ausgenutzt worden waren.
Vor dem zweiten Champions-League-Duell mit Benfica Lissabon am Dienstag (21.00 Uhr im LIVETICKER) wurde deutlich: Die Bayern sind zwar gefährlich, aber auch verwundbar. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)
Toppmöller: „Da konnten wir froh sein…“
Nach dominanten ersten 35 Minuten reichten gegen ein besonders nach der Pause beherzt auftretendes Union weder eine 3:0- noch eine 4:1-Führung, um die Partie kontrolliert nach Hause zu bringen und den Willen der Eisernen zu brechen.
Besonders zwischen der 40. und 60. Minute agierten die Bayern fast kopflos, ein Angriff nach dem anderen rollte auf das Tor von Manuel Neuer zu.
„Da konnten wir froh sein, dass wir da nicht noch das Gegentor bekommen haben, dann wäre es vielleicht nochmal eng geworden“, sagte Dino Toppmöller, der Julian Nagelsmann voraussichtlich ein letztes Mal an der Seitenlinie vertrat, nach der Partie.
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nCAPTION: Ein letztes Mal Interims-Chefcoach bei Bayern München: Dino Toppmöllers Fazit
nDESCRIPTION: Dino Toppmöller vertritt Julian Nagelsmann gegen Union Berlin ein letztes Mal als Trainer an der Seitenlinie. Der Interims-Chefcoach zieht ein durchaus überraschendes Fazit.
Sky-Experte Dietmar Hamann meinte: „Die Bayern haben es verpasst, das Spiel schon frühzeitig zu entscheiden. Hinten waren sie immer wieder anfällig.“
Müller: „Nicht mehr die spielerische Ruhe gefunden“
Hätte Sheraldo Becker bei seinem Treffer in der 44. Minute nicht hauchdünn im Abseits gestanden, hätte Union innerhalb von zwei Zeigerumdrehungen aus dem Nichts aus einem 0:3 ein 2:3 gemacht.
Auch nach dem Seitenwechsel sorgten Becker, Taiwo Awoniyi oder Christopher Trimmel für Gefahr.
„Da kam das klassische Union-Gesicht, sie geben nie auf“, sagte Thomas Müller bei Sky: „Wir haben uns dann auf ihr Spiel eingelassen und nicht mehr die spielerische Ruhe gefunden.“ (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga)
Daran änderte auch der Kracher zum 4:1 von Kingsley Coman wenig, nur wenige Minuten später ließ der eingewechselte Kevin Behrens Niklas Süle stehen und fand mit seinem Pass von der Grundlinie den eingelaufenen Julian Ryerson, der freistehend wieder verkürzte.
„Immer wieder Probleme“
Immerhin fand Bayern „immer die richtige Antwort“ (O-Ton Müller). Der Nationalspieler höchstpersönlich, der die Pokal-Packung noch im Kopf hatte, beseitigte mit seinem satten Schuss die letzten Zweifel am Bayern-Sieg.
Ein Sieg, der nach dem Wirbel nach dem 0:5 aller Ehren wert war und die Bayern größtenteils zufriedenstellte, aber auch genug Raum für Kritik ließ. „Ärgerlich für uns sind natürlich die Gegentore“, sagte Neuer, der in zwei Spielen sieben Mal hinter sich greifen musste (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga).
„Wir hatten immer wieder ein bisschen Probleme“, sagte auch Müller: „Es war ein hart umkämpftes 5:2.“
Und mit Blick auf die Gladbach-Schmach ergänzte er: „Der Druck war da, aber da zeigt sich auch, aus welchem Holz man geschnitzt ist.“
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