Ein am Ende glücklicher Sieg, ein Unentschieden – der Motor des FC Bayern läuft zum Saisonbeginn noch nicht rund.
Das 1:1 auf Schalke hat gezeigt, dass Trainer Pep Guardiola noch viel Arbeit vor sich hat. Und Zeit braucht.
Die Münchner sind, bedingt durch den längeren Urlaub ihrer Weltmeister, später dran als die Konkurrenten in der Bundesliga. „Wir haben einige Wochen weniger“, stellte Guardiola am Samstagabend fest.
Der etwas holprige Start des deutschen Rekordmeisters hat aber auch noch einmal bestätigt, dass Leistungsträger wie Arjen Robben, Franck Ribery, Bastian Schweinsteiger, Thiago Alcantara und Javier Martinez nicht ohne Weiteres zu ersetzen sind.
Noch mehr als Zeit brauche man die Rückkehr der verletzten Spieler, betonte Guardiola.
Dabei fügte sich der erst am Freitag von Real Madrid verpflichtete Xabi Alonso ohne jede Anlaufprobleme in die Mannschaft ein. Der Spanier vermittelte den Eindruck, er spiele immer bei den Bayern.
So gesehen war Alonsos Verpflichtung genau der richtige Griff. Dass sie nicht gerade nach vorn gerichtet ist, liegt auf der Hand.
Alonso ist nicht als Mitläufer gekommen, sondern hat den Anspruch auf die Rolle eines Anführers. Und solche Typen brauchen die Münchner in den kommenden Monaten bis zur Winterpause mit der Dreifachbelastung aus Meisterschaft, Champions League und DFB-Pokal.
Die Länderspielpause kommt Guardiola und den Bayern also entgegen.
Auch in Hamburg dürfte Trainer Mirko Slomka nicht gerade unglücklich darüber sein, dass die nächste Partie erst in zwei Wochen ansteht. Auch Slomkas HSV braucht noch Zeit, das hat das blamable 0:3 gegen Aufsteiger Paderborn gezeigt.
Doch die Geduld der Verantwortlichen dürfte allmählich am Ende sein.
Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer hat momentan jedoch andere Sorgen, als einen neuen Trainer zu suchen. Er ist dabei, weitere Verstärkungen zu finden, damit die Mannschaft in der Bundesliga bestehen kann – und die Transferperiode endet am 1. September.
Dem HSV läuft die Zeit davon, die Bayern brauchen noch mehr davon.