Der erste Titel geht an Borussia Dortmund.
Der Vizemeister der Vorsaison gewinnt den Supercup im heimischen Signal Iduna Park mit 2:0 (1:0) gegen den FC Bayern München (BERICHT: BVB holt ersten Titel der Saison).
Schon vor dem Spiel hebt Bayern-Coach Pep Guardiola die Bedeutung des Pokals hervor.
Pierre-Emerick Aubameyang nimmt sich beim Jubeln eine Comic-Figur zum Vorbild. Marco Reus und Mario Götze halten einen Plausch. Ein anderer Bayer muss womoglich schwer verletzt runter.
Er kenne es nicht anders aus Spanien, erklärt der ehemalige Trainer des FC Barcelona. Entsprechend geknickt ist der 43-Jährige nach der Niederlage – und der Verletzung von Javi Martinez (News).
Sein Gegenüber Jürgen Klopp reicht dem unterlegenen Kontrahenten nach dem Spiel die Hand. Beim BVB-Coach ist die Freude groß – vor allem über die starke Abwehrarbeit seiner Mannschaft.
Der Grieche macht da weiter, wo er bei der WM aufgehört hat und lässt dem Neu-Bayer kaum Luft zum Atmen. Bei den Bayern kann lediglich Torhüter Neuer überzeugen.
Für den Kapitän der Bayern, Philipp Lahm, war die Partie noch kein Gradmesser. Das stellt er nach Spielschluss unmissverständlich klar. Die Weltmeister könnten nach langer Saison und kurzem Urlaub noch gar nicht bei 100 Prozent sein, sagt er.
SPORT1 fasst die Stimmen bei „Sky“ und dem „ZDF“ zum Supercup zusammen:
Pep Guardiola, Trainer Bayern München:
„Man hat gesehen, dass wir noch Zeit brauchen. Wir haben probiert, gut zu spielen, aber hatten Probleme mit der Spielkontrolle. Wir müssen noch viel trainieren, sind aber hinter der Zeit.“
Philipp Lahm, Kapitän Bayern München:
„Wir sind mitten in der Vorbereitung. Wir haben Spieler, die erst ein paar Tage dabei sind. Wir haben definitiv noch keinen Rhythmus. Eine lange Saison, wenig Urlaub. Es dauert ein paar Spiele bis man wieder im Rhythmus ist. Man kann das ja nicht simulieren, man kann die Basis schaffen, aber dann braucht man immer drei, vier Spiele bis man wieder bei hundert Prozent ist. Wir haben kein großes Problem, dass wir heute nicht gewonnen haben, weil wir sonst immer gewinnen. Dass wir heute noch nicht bei 100 Prozent sein konnten, dass wird jeder nachvollziehen. Noch ein paar Spiele, dann kann ich Ihnen sagen, wann ich bei 100 Prozent bin. Das wissen auch die Bayern-Fans.“
"Die Superhelden sind zurück" – oder doch etwas bescheidener? Die Pressestimmen nach dem Supercup-Sieg von Borussia Dortmund in der Bilderstrecke.
Robert Lewandowski, Bayern München:
„Wir wollten gewinnen, aber Dortmund war heute besser als wir. Wir haben in der Offensive zu wenig gemacht und absolut zu wenige Situationen geschaffen. Aber es war das erste Spiel nach der Vorbereitung. Das ist immer schwer, wenn die Weltmeister etwas später dazukommen. Wir wollen jetzt das nächste Spiel im Pokal gewinnen und uns darauf fokussieren. Ich hoffe, dass das viel, viel besser wird.“
Lewandowski zur Rückkehr nach Dortmund:
„Ich bin jetzt ein Bayern-Spieler.“
Jürgen Klopp, Trainer Borussia Dortmund:
„Wir haben gesagt, dass wir ab morgen nicht mehr über Liverpool sprechen würden. Deswegen muss man das heute noch ins Programm nehmen. Wir haben da einfach schlecht verteidigt und das haben wir heute dramatisch besser gemacht. Von den Torchancen der Bayern waren vielleicht zwei, drei herausgespielte mit dabei. Viele waren es nicht. Wir haben das als Mannschaft heute ganz, ganz toll verteidigt. Ein dementsprechend unangenehmer Gegner waren wir. Und das wollten wir sein. Beide Mannschaften waren müde irgendwann. Aber es ging heute um den Supercup. Den haben wir gewonnen und das finde ich cool.“
Klopp zum „Titel“ Rekordsupercupsieger:
„Da machen wir ein T-Shirt draus.“