Der FC Bayern München ist auf der Suche nach einem neuen Ersatzkeeper fündig geworden. Und es ist es einmal mehr ein Spanier, der Pep Guardiolas Kader verstärken wird: Pepe Reina.
Der Rekordmeister ist sich einig mit Reinas Verein, dem FC Liverpool, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge auf der USA-Reise bestätigte.
Die Münchner haben damit wohl den perfekten Mann für den Posten hinter Manuel Neuer gefunden.
„Reina ist ein etablierter, sehr erfahrener Spieler, der das Profil von der sportlichen Leitung erfüllt“, begründete Rummenigge den Transfer.
Im Verein immer Stammkraft
Und tatsächlich haben die Bayern mit Reina zum Schnäppchenpreis von kolportierten 3,2 Millionen Euro wohl einen echten Glücksgriff getan: Mit 31 Jahren ist Reina routiniert, aber noch immer im besten Torhüter-Alter.
Seit zehn Jahren war er bei all seinen Stationen Stammtorhüter. Dabei sammelte er mit Liverpool und zuletzt dem SSC Neapel Erfahrungen auf allerhöchstem internationalem Niveau.
Als der Spanier bei den „Reds“ durch den starken Konkurrenten Simon Mignolet auf das Abstellgleis geraten ist, erwies sich der nicht ganz freiwillige Schritt nach Neapel als richtig.
Spaniens ewiger Ersatz
Unter seinem alten Mentor Rafael Benitez absolvierte Reina in der vergangenen Saison 30 Spiele in der Serie A und fünf Partien in der Champions League.
Dennoch ist sich der gebürtige Madrilene auch für einen Bankplatz nicht zu schade. In der Nationalmannschaft begnügt sich Reina schon lange mit seinem Status als Backup für Iker Casillas.
In den neun Jahren seit seinem Debüt für die „Seleccion“ kam Reina bislang nur auf 33 Einsätze. Dennoch nahm er einen WM- und zwei EM-Titel ohne Murren auf der Bank mit.
Keine Chance gegen Neuer
Ein gutes Zeichen, denn mehr als vereinzelt abfallende Pflichtspieleinsätze kann Reina auch bei seinem Wechsel nach München nicht erwarten: Manuel Neuer ist als wohl bester Torhüter der Welt gesetzt.
Gut möglich aber, dass Guardiola seinen Landsmann während dessen wohl zweijähriger Vertragslaufzeit etwa im DFB-Pokal oder bei Gruppenspielen in der Champions League zwischen die Pfosten stellt, um Neuer zu schonen.
Keeper nach Guardiolas Geschmack
Dann hat Reina der bisherigen Nummer zwei Tom Starke – der laut Rummenigge bleiben wird – einen großen Pluspunkt voraus: Er passt besser in das taktische System Guardiolas.
In der Premier League galt der Spanier als einer der fußballerisch stärksten Torhüter der Liga, der einen präzisen Pass einem weiten Abschlag immer vorgezogen hat.
So spricht vieles dafür, dass der FC Bayern eine weitere Baustelle im Kader mit viel Augenmaß und ohne großes Transfergetöse geschlossen hat.