Dynamisch sah es nicht aus, wie Ciro Immobile da die meiste Zeit zwischen Elfmeterpunkt und Mittelkreis pendelte.
Von Torgefahr ganz zu schweigen.
Borussia Dortmunds hochgelobter Neuzugang brachte wenig zustande beim 1:0-Testspielsieg gegen den italienischen Erstligisten Chievo Verona im österreichischen Altach dank des Treffers von Pierre-Emerick Aubameyang (73.).
Das war auch Jürgen Klopp nicht entgangen.
„In so einem Spiel muss man sich mehr zeigen auf der Position“, bemängelte der BVB-Coach.
Und ergänzte: „Wenn du dann nur wartest auf Flanken, die nicht kommen, dann hast du mit dem Spiel nichts zu tun.“
Ramos belebt Offensive
Immerhin bescheinigte er Immobile, für 18,5 Millionen Euro vom FC Turin gekommen, sich viel bewegt und ein paar gute Aktionen besessen zu haben.
Deutlich mehr Lob verteilte Klopp an Adrian Ramos. Der zweite Neuzugang für den Angriff blieb unterm Strich zwar ebenfalls glücklos.
Trotzdem gingen von dem Kolumbianer, für immerhin neun Millionen Euro von Hertha BSC Berlin weggelotst, viele Offensivimpulse aus.
Immobile ohne Fortune
Auf Nachfrage weicht Klopp dem Thema Systemumstellung (noch) aus: Er wolle nach wie vor kein dogmatischer Trainer sein, sondern die Spielweise nach den Qualitäten seiner Profis ausrichten.
„Es geht nicht um das System, es geht darum, wie man ein System mit Leben füllen kann“, erklärte der 47-Jährige.
Doch warum sollte das nicht tatsächlich mit Immobile und Ramos zugleich geschehen? Schließlich gilt es, nichts Geringeres zu kompensieren als den Abgang von Robert Lewandowski, der den BVB in den vergangenen Jahren offensiv wie kein Zweiter prägte.
Schon am Sonntag im nächsten Test beim Schweizer Drittligaklub FC Rapperswil bietet sich Immobile dafür die nächste Gelegenheit.