Von Patrick Mayer

München – Fredi Bobic wählte offene Worte.

Im Scheinwerferlicht der Porsche-Arena betrat der Sportvorstand des VfB Stuttgart das Rednerpult. Mitgliederversammlung. Die Zeit war gekommen, um Klartext zu reden. Nur knapp entging der schwäbische Traditionsverein in der vergangenen Saison dem Abstieg aus der Bundesliga.

„Ich war sehr naiv und habe nicht die richtige Mischung zwischen jungen und alten Spielern gefunden. Ich habe mich in vielen Aufgaben verstrickt, habe viel Zeit vergeigt“, sagte Bobic.

Der 42-Jährige muss verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen.

Er, der Vorstand und Präsident Bernd Wahler. Platz 15. Das Selbstverständnis der Schwaben litt ordentlich. Es ging darum, ein Zeichen zu setzen. Und so verpflichtete Bobic nach Wochen der Geheimniskrämerei Meistermacher Armin Veh als neuen, alten Trainer.

Mit ihm, so hofft der VfB, geht?s nach der Achterbahnfahrt in Zukunft wieder nach oben. Die Voraussetzungen sind gegeben.

SPORT1 stellt den neuen VfB vor.

Bobic hat ausgemistet. Der überbezahlte Kader, den sich die Schwaben über Jahre leisteten, wich einer streng nach dem Preisleistungsprinzip zusammengestellten Mannschaft. „Es wurde oft dargestellt, wir müssten uns weiter gesund sparen. Das ist nicht der Plan. Wir haben eine Talsohle erreicht“, meinte Präsident Wahler im Frühsommer. In der Vorsaison hatte der VfB kolportierte 40 Millionen Euro Etat.

Bobic übte sich in Selbstkritik: