Florian Niederlechner hat seine Rückkehr zu seinem Jugendklub 1860 München mit seinem ersten Profitor für die Löwen gekrönt – doch seine Gedanken waren bei Bayern Münchens Ersatztorwart Sven Ulreich.

„Heute war ich besonders motiviert“, sagte Niederlechner nach dem 1:1 zum Drittliga-Auftakt bei Rot-Weiss Essen bei Magenta Sport. Er sei Löwe durch und durch, doch die Nachricht vom Tod von Ulreichs Sohn habe ihn am Vormittag erschüttert.

Florian Niederlechner erzielte in Essen den Ausgleich für 1860 München
Florian Niederlechner erzielte in Essen den Ausgleich für 1860 MünchenFlorian Niederlechner erzielte in Essen den Ausgleich für 1860 München

Niederlechner: „Ich habe heute Morgen ein paar Tränen verdrückt“

„Wir kennen die Familie Ulreich sehr gut. Unsere Kinder haben miteinander gespielt. Ich habe mich so stark bemüht, dass ich heute ein Tor mache für die Familie. Ich habe heute Morgen schon ein paar Tränen verdrückt, weil das ein unglaublicher Schicksalsschlag ist. Es tut mir auch total leid für die Familie“, sagte der 34-Jährige.

Niederlechner war daher sehr froh über seinen Treffer in der 68. Minute. „Das ist für die Familie Ulreich. Weil es so eine coole Familie ist. Alle Gedanken zur Familie und ich drücke die Daumen, dass es bald wieder in eine besser Richtung geht“, ergänzte der Angreifer.

Ulreich hatte am Freitag den schweren Schicksalsschlag öffentlich gemacht. Wie der Torhüter in einem Statement bekannt gab, ist sein Sohn Len „vor wenigen Wochen nach langer, schwerer Krankheit verstorben“. Er wurde nur sechs Jahre alt.