Bayreuth und Aue lieferten sich zum Ende der Saison ein spannendes Spiel, das 3:3 endete. Die Vorzeichen hatten auf Sieg zugunsten des FC Erzgebirge Aue gestanden. Die 90 Minuten zeigten jedoch, dass Aue der Favoritenrolle nicht gerecht wurde. Das Team von Trainer Pavel Dotchev war im Hinspiel gegen SpVgg Oberfranken Bayreuth in allen Belangen überlegen gewesen und hatte einen 4:0-Sieg eingefahren.

Für das erste Tor des FC Erzgebirge Aue war Marvin Stefaniak verantwortlich, der in der 39. Minute das 1:0 besorgte. Die Pausenführung des Gasts fiel knapp aus. Mit einem schnellen Doppelpack (49./50.) zum 2:1 schockte Christoph Fenninger Aue und drehte das Spiel. Gleich drei Wechsel nahm Bayreuth in der 53. Minute vor. Martin Thomann, Luke Hemmerich und Fenninger verließen das Feld für Jann George, Marcel Götz und Cemal Kaymaz. Der FC Erzgebirge Aue stellte in der 65. Minute mit einem Dreifachwechsel groß um und schickte Linus Rosenlöcher, Maximilian Thiel und Marco Schikora für Kilian Jakob, Omar Sijaric und Sam Schreck auf den Platz. Das muntere Toreschießen vor 3.500 Zuschauern fand mit dem Treffer von Eroll Zejnullahu zum 3:1 in der 79. Minute seine Fortsetzung. Borys Tashchy schlug doppelt zu und glich damit für Aue aus (84./93.). Bis zum Abpfiff setzte sich keines der beiden Teams durch und so trennten sich SpVgg Oberfranken Bayreuth und der FC Erzgebirge Aue mit einem Unentschieden.

Mit 81 Gegentreffern stellte Bayreuth die schlechteste Defensive der Liga. Die Mannschaft von Trainer Julian Kolbeck absolvierte eine dürftige Spielzeit, an deren Ende der Abstieg steht. Der Offensive der Heimmannschaft mangelte in dieser Spielzeit an Durchschlagskraft. Lediglich 39 Tore stehen für SpVgg Oberfranken Bayreuth zu Buche. Bayreuth hat den Kopf noch einmal aus der Schlinge gezogen. Die Bilanz von neun Siegen, fünf Unentschieden und 24 Niederlagen reicht für den Klassenerhalt.

Aue läuft am Ende der Saison auf Platz 14 im unteren Mittelfeld ein. Die Anfälligkeit der eigenen Hintermannschaft zog sich beim FC Erzgebirge Aue wie ein roter Faden durch die Saison. Sie endete mit insgesamt 62 Gegentreffern. Kein Wunder also, dass die Defensivprobleme auch beim letzten Auftritt schonungslos aufgedeckt wurden. Zum Saisonabschluss kommt Aue auf zwölf Siege, neun Unentschieden und 17 Niederlagen.