Als Leihgabe des FC Bayern hat Daniel Peretz in der zweiten englischen Liga sein Glück gefunden – und stand als Torhüter des FC Southampton nun eigentlich vor einem der größten Spiele seiner bisherigen Karriere.
Mit den Saints sollte der 25-Jährige am 23. Mai im Londoner Wembley-Stadion gegen Hull City um den Aufstieg in die Premier League spielen – doch daraus wird jetzt nichts: Der Traum ist jäh geplatzt.
Denn am Dienstagabend gab die EFL bekannt: Southampton um den deutschen Trainer Tonda Eckert wurde vom Playoff-Endspiel ausgeschlossen. Eine unabhängige Disziplinarkommission befand den Verein der Spionage für schuldig. Ein Klubmitarbeiter war dabei beobachtet worden, wie er eine Trainingseinheit des FC Middlesbrough, des Gegners im Playoff-Halbfinale, ausspioniert hatte.
Bayern-Leihgabe Peretz dreht bei Southampton auf
Für Peretz ist das besonders bitter: Der Torhüter, der im Januar an Southampton verliehen wurde, sicherte seinem Team mit zahlreichen Paraden immer wieder wichtige Punkte – und hatte so großen Anteil am Einzug ins Endspiel.
Das Leihgeschäft endet nach der aktuellen Saison, Berichten zufolge besitzen die Engländer eine Kaufoption in Höhe von acht Millionen Euro. Ob diese nun nach dem geplatzten Aufstiegstraum tatsächlich gezogen wird oder ob Peretz zum FC Bayern zurückkehrt, ist offen.
Peretz würde sich über Bayern-Rückkehr „wahnsinnig freuen“
„Aktuell genieße ich es, jedes Spiel zu spielen. Dann sehen wir, was die Zukunft bringt. Ich habe vollstes Vertrauen, dass mich Gott an den Ort führen wird, der am besten zu mir passt“, hatte Peretz, dessen Vertrag beim FCB bis 2028 läuft, Ende April erklärt: „Wenn das am Ende die Bayern sind, würde ich mich wahnsinnig freuen. Wenn nicht, dann nicht. Aber egal, was passiert – es wird zu meinem Besten sein.“
Durch die drastischen Konsequenzen des Spionagevorfalls könnte es sein, dass Peretz bereits sein letztes Pflichtspiel für Southampton bestritten hat.