Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß hat sich zur Debatte um Deniz Undav und dessen Rolle in der Nationalmannschaft geäußert. Der VfB‑Trainer lobte die Leistungen des Angreifers ausdrücklich, wollte die Diskussion jedoch bewusst nicht weiter anheizen.
„Grundsätzlich will ich nicht viel zu der Thematik sagen“, erklärte Hoeneß auf eine entsprechende Nachfrage auf der Pressekonferenz am Donnerstag und verwies stattdessen auf die jüngsten Auftritte der deutschen Nationalmannschaft. Er habe zwei Siege gesehen, ein spielfreudiges Team – und mit Undav einen Spieler, der genau das zeige, was er auch beim VfB leiste: Torgefahr. „In dem Fall ein spielentscheidendes Tor. Das sind doch alles sehr positive Sachen.“
Um den Umgang von Bundestrainer Julian Nagelsmann mit dem formstarken Undav gab es zuletzt vermehrt Diskussionen. Der 38-Jährige hatte erklärt, dass der VfB-Angreifer ein starker Joker sei, dem bei einem Einsatz von Beginn an aber die „Kreativität ein bisschen flöten“ gehe. Im Testspiel gegen die Schweiz (4:3) saß Undav über die komplette Spielzeit auf der Bank, gegen Ghana erzielte er nach Einwechslung das entscheidende Tor zum 2:1.
Hoeneß: „Besser, wenn das Ding zur Ruhe kommt“
Hoeneß machte deutlich, dass er keine zusätzliche Dynamik in die Diskussion bringen wolle: „Ich werde mich nicht locken lassen, weil ich glaube, es ist besser für alle Beteiligten, wenn das Ding zur Ruhe kommt.“
Entscheidend sei, dass Undav „die Antworten auf dem Platz liefert“ – davon gehe er auch für die kommenden Wochen aus. „Dann wird es eine gute Sache, davon bin ich auch überzeugt, dass wir am Ende profitieren werden von einer guten Nationalmannschaft mit einem guten Deniz drin.“
Hoeneß hob zudem die Bedeutung des Stürmers für Stuttgart hervor. Undav sei ein Spieler, „der häufig mal den Unterschied macht“. Das belegten auch die Zahlen: „Die Statistiken sind enorm.“ Zwar gebe es im VfB-Kader weitere Optionen, „aber Deniz muss in erster Linie genannt werden“, so Hoeneß.