Dass Leroy Sané von Bundestrainer Julian Nagelsmann für die anstehenden Länderspiele gegen die Schweiz und Ghana in den Kader berufen wurde, kann Dietmar Hamann nicht nachvollziehen.
„Wir haben einen (Said, Anm. d. Red.) El Mala, wir haben einen (Karim, Anm. d. Red.) Adeyemi, wir haben einen (Maximilian, Anm. d. Red.) Beier. Ich glaube, die hätten es alle mehr verdient als ein Leroy Sané. Für mich unverständlich“, wurde der 59-malige Nationalspieler am Samstagnachmittag bei Sky deutlich.
DFB-Team: Sané in der „Pole Position“
Es sei zwar noch nicht der endgültige WM-Kader, aber mit Blick auf das große Turnier in Mexiko, Kanada und den USA im Sommer doch wegweisend. „Er (Sané, Anm. d. Red.) hat natürlich jetzt die Chance, sich zu zeigen, und ist in der Pole Position. Er hat wahrscheinlich eine bessere Chance als die anderen, die jetzt nicht dabei sind“, so Hamann.
Sanés Nominierung habe Hamann „sehr überrascht“. Schließlich habe sich Nagelsmann nach dem Wechsel vom FC Bayern zu Galatasaray Istanbul im Sommer 2025 noch durchaus kritisch gezeigt.
Sané bei Gala aktuell nicht die erste Wahl
„Der Bundestrainer hat ja gesagt, dass die türkische Liga nicht auf dem Niveau ist, wie die Deutsche, oder andere europäische Ligen – und dass es für ihn (Sané, Anm. d. Red.) nicht einfach wird“, merkte Hamann an.
Hinzu kommt, dass Sané zuletzt kaum zum Zuge kam. Beim Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den FC Liverpool (1:0) saß Sané über die komplette Spieldauer auf der Bank. Im Rückspiel (0:4) durfte er immerhin für eine Halbzeit ran. Daher käme die Berufung ins DFB-Team umso überraschender.