Mit dem FC Schalke 04 gewann Hans Sarpei den einzigen großen Titel seiner Karriere: In der Saison 2010/11 krönten sich die Knappen zum DFB-Pokalsieger.
Beim 5:0 im Finale gegen den MSV Duisburg im Berliner Olympiastadion standen neben Sarpei nicht nur deutsche Topspieler wie Manuel Neuer, Benedikt Höwedes oder Julian Draxler auf dem Platz, sondern auch internationale Größen wie Raúl und Klaas-Jan Huntelaar.
Für Sarpei, der seine Karriere 2012 im Alter von 36 Jahren beendete, ist bis heute nur schwer zu begreifen, dass er mit Akteuren dieses Formats zusammenspielte, wie er in der neuen Episode des Podcasts SPORT1 Deep Dive verriet.
„Es ist manchmal krank und crazy. Wenn du sagst: ‚Da war Huntelaar, da war Raúl, da war dies und da dies.’ Dann denke ich: ‚Und dann war da Hans Sarpei, der hat mit denen gespielt.‘ Das ist krank“, schilderte der frühere Außenverteidiger.
Raúl und Huntelaar? „Man vergisst das schnell im Alltag“
Die gemeinsamen Auftritte gerieten hin und wieder in Vergessenheit. „Dann war das Champions-League-Halbfinale, du stehst da mit denen auf dem Platz“, meinte Sarpei: „Das ist so was, wo du dich dann selber manchmal kneifst. Man vergisst das schnell im Alltag.“
Weiter erklärte der 49-Jährige: „Wenn Jugendliche einen fragen: ‚Hast du mit dem und dem gespielt?‘ Dann checke ich erst, wie groß diese Spieler waren, mit denen ich gespielt habe.“
Schalke scheiterte 2011 in der Königsklasse zwar klar an Manchester United, dennoch war die Teilnahme am Halbfinale einer der bedeutendsten Erfolge der Vereinsgeschichte.
Sarpei schwärmt von Raúl: „Keine Starallüren“
Vor allem eine Legende hat Sarpei in seinen zwei Jahren bei Schalke beeindruckt: Raúl. Der spanische Superstar war 2010 von Real Madrid nach Gelsenkirchen gewechselt.
„Wie professionell er war, wie viel Gas der gegeben hat. Der war im Training ganz normal, er hatte keine Starallüren“, blickte Sarpei zurück. Der Stürmer habe einfach Gas gegeben, „damit er ready ist für jedes Spiel“. Dies sei eine wichtige Lektion für jeden Nachwuchsspieler, unterstrich Sarpei.
Ein weiterer Mitspieler, an den Sarpei besonders gerne zurückdenkt, ist Jefferson Farfán. Mit dem peruanischen Flügelflitzer lief er in der Saison 2010/11 mehrmals zusammen auf der Außenbahn auf.
„Du sagst: ‚Hier nimm den Ball. Ich deck für dich hinten ab'“, erläuterte Sarpei das Zusammenspiel mit Farfán. „Er war ein brutaler Spieler und ein guter Mensch.“