Nachdem Jordan Henderson im Sommer von Liverpool zum saudischen Club Al-Ettifaq gewechselt war, hagelte es ordentlich Kritik für den England-Star. Man wirft ihm vor, er habe sich gegen die LGBTQ+ Szene gestellt. Beim Englands 3:1-Sieg gegen Australien am vergangenen Wochenende wurde der Ersatz-Kapitän von den eigenen Fans ausgepfiffen.
Nun hat er sich zu der anhaltenden Kritik geäußert. „Es ist nicht schön, wenn die eigenen Fans buhen. Wenn die Leute buhen wollen, wenn ich in einem anderen Land spiele, ist das in Ordnung“ sagte Henderson.
Man könne zwar seine Meinung über den Wechsel haben, aber er habe in der Vergangenheit über seine Gründe für den Wechsel gesprochen, ob die Leute ihm glauben oder nicht, könnten sie frei entscheiden.
Jordan Henderson wurde bei seinem ersten Spiel im Wembley-Stadion seit seinem Wechsel nach Saudi-Arabien von den Fans ausgebuht. Gareth Southgate reagierte nach dem 1:0-Sieg gegen Australien darauf.
„Aber es wird nichts daran ändern, wer ich bin und was ich für dieses Team und für mein Land tue. Ich gebe absolut alles, jedes Mal“ führte der Ex-Liverpool-Star an.
Trainer kann die Pfiffe sogar nachvollziehen
Trainer Southgate hatte sich sich ebenfalls zu den Pfiffen gegen seinen Star-Spieler geäußert. Der Coach sagte, er könne die Beweggründe verstehen und sei daher auch nicht überrascht gewesen.
Henderson, der nun angeblich 700.000 Pfund (rund 800.000 Euro) pro Woche verdienen soll, hatte sich in der Vergangenheit immer wieder für die LGBTQ+ Rechte eingesetzt. Homosexualität ist in Saudi-Arabien allerdings illegal.
„Möchte kein Politiker sein.“
„Wann immer ich jemand auf der Straße getroffen habe, war es immer positiv und es wurden nette Dinge gesagt. Ich bin kein Politiker. Alles, was ich jemals gemacht habe, ist, mich auf meinen Fußball zu konzentrieren und zu versuchen, Menschen zu helfen, die mich um Hilfe gebeten haben“ verteidigte sich Henderson.
Er würde dort spielen, um die Liga zu verbessern und um Spiele zu gewinnen – diese will er auch mit England gewinnen.