Riesenaufregung beim AFC Wrexham – und mittendrin ein Spieler von Manchester United. In der Nacht zu Mittwoch begegneten sich beide Teams in einem Testspiel in den USA, das das Team der Hollywood-Stars Ryan Reynolds und Rob McElhenney mit 3:1 für sich entschied. Doch das Ergebnis des Spiels, bei dem United mit einer Nachwuchself antrat, geriet zur Nebensache.

Was war passiert? United-Keeper Nathan Bishop wollte den Ball nach rund zehn Minuten außerhalb seines Strafraums klären, kam aber zu spät und rammte Wrexham-Goalgetter Paul Mullin um.

Der 28-Jährige, der vergangene Saison 46 Pflichtspieltore für die Waliser erzielt hatte und damit maßgeblich am Aufstieg in die viertklassige League Two und der damit verbundenen Rückkehr in den Profifußball beteiligt gewesen war, blieb liegen und konnte erst nach mehrminütiger Behandlungspause vom Platz gebracht werden.

Die Aufregerszene: United-Keeper Bishop kommt gegen Wrexham-Stürmer Mullin zu spät
Die Aufregerszene: United-Keeper Bishop kommt gegen Wrexham-Stürmer Mullin zu spätDie Aufregerszene: United-Keeper Bishop kommt gegen Wrexham-Stürmer Mullin zu spät

Parkinson: „Hätte glatt Rot sein müssen“

Er zog sich bei der Aktion einen kleinen Einstich in der Lunge zu. Das wiederum ließ Wrexham-Trainer Paul Parkinson toben. Er kritisierte Bishop, der für diese Aktion nur die Gelbe Karte sah, deutlich. „Ich bin wütend. Das war ein ungeschicktes, rücksichtsloses Foul in einem Vorbereitungsspiel.“

Zudem machte er deutlich, Bishop solle sich „von Wrexham fernhalten“. Weiter erklärte Parkinson: „Ich habe den Torwart noch nicht gesehen, und es ist wohl das Beste, wenn er uns vorerst aus dem Weg geht. Es hätte glatt Rot sein müssen.“

Diese Aussagen sorgten laut Guardian bei ManUnited für Unmut. Die Red Devils sahen demnach in der Aktion ihres Keepers keine böswillige Absicht und befürchten, dass diese Aussagen den Hass im Netz gegen Bishop angestachelt haben könnte.

Bishop entschuldigte sich inzwischen via Twitter. „Es war eine totale Fehleinschätzung und ein echter Unfall ohne jegliche böswillige Absicht.“