Hans-Joachim Watzke hat sich dafür ausgesprochen, die Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft künftig früher anzupfeifen.

„Mir persönlich liegt daran, wenn es die rechtlichen Rahmenbedingungen zulassen, dass Länderspiele wieder um 20.15 Uhr statt erst um 20.45 Uhr angepfiffen werden“, erklärte der BVB-Boss in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Vizepräsidenten des Deutschen Fußball-Bundes.

Watzke sprach damit eine Thematik an, die auch Uli Hoeneß jüngst ins Gespräch gebracht hatte. Der Ehrenpräsident des FC Bayern, langjähriger Gegenspieler von Watzkes Borussia, hatte im STAHLWERK Doppelpass Ende Januar ebenfalls für frühere Anstoßzeiten geworben.

Seine Argumentation: Es sei wichtig, gerade junge Fans wieder für den Fußball und das DFB-Team zu begeistern. Hoeneß schlug vor, den Anstoß auf den späten Nachmittag vorzuverlegen: „Warum machen die keine Spiele mehr um 17.00 Uhr, wenn die Kinder zuschauen können? Dann muss man auch mal auf etwas Geld verzichten.“

Watzke: Man muss an die Kinder denken

Allerdings gibt es, darauf wies auch Watzke hin, vertragliche Vorgaben. „Wenn man die nicht einhält, muss man finanzielle Einbußen hinnehmen. Aber für Kinder ist die späte Anstoßzeit ein Problem. Und gerade die Jugend wollen wir an die Nationalmannschaft binden. Da müssen wir mittelfristig eine Lösung finden“, sagte der BVB-Boss.

„Wir müssen rund um die Nationalmannschaft mehr Nähe zulassen. Wir müssen volkstümlicher werden, es muss mehr öffentliche Trainingseinheiten geben“, meinte Watzke. Auch diesen Aspekt hatte Hoeneß explizit genannt: „Dann muss man auch mal öffentliche Trainings machen. Da muss eine Aufbruchsstimmung erzeugt werden.“