Supercup zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern – da darf natürlich auch der Bundestrainer nicht fehlen, wenn der Pokalsieger zur Saisoneröffnung auf den Deutschen Meister trifft.
Natürlich auch eine gute Gelegenheit für Hansi Flick, seinen Ex-Verein Bayern, wo er als Spieler und Trainer große Erfolge feiern konnte, sowie die zahlreich vertretenen Nationalspieler unter die Lupe zu nehmen.
Gespannt zeigte sich der 57-Jährige, wie die Bayern nach dem Umbruch im Sommer zu Werke gehen – vor allem auch nach dem Weggang von Goalgetter Robert Lewandowski, der zum FC Barcelona gewechselt ist.
Flick bedauert Wechseltheater rund um Lewandowski
„Nach dem Weggang von Robert Lewandowski, glaube ich, hat man das ganz gut aufgefangen“, erklärte Flick bei Sat.1, zeigte sich aber durchaus irritiert ob des großen Wechsel-Theaters rund um den polnischen Nationalstürmer. (ÜBERSICHT: Die fixen Transfers aller Bundesliga-Klubs)
„Ein bisschen habe ich schon damit gerechnet, aber dass es am Ende so über die Bühne geht…“, bedauerte Flick die Wechselumstände, sagte aber auch: „Es ist immer gut, wenn man so ein bisschen auch was ändert.“
„Mit Mané haben sie einen Topspieler dazubekommen, sie haben sich gut verstärkt, viel verstärkt, viel Geld ausgegeben“, fügte Flick hinzu. „Da bin ich einfach mal gespannt, was am Ende dabei rumkommt.“
Bundestrainer setzt Werner unter Druck
Im Fokus stand auch ein anderer Stürmer, der überhaupt nicht in Leipzig auf dem Platz stand, aber bald dorthin zurückkehren könnte: Timo Werner, der von 2016 bis 2020 für RB auf Torejagd ging, ehe er zum FC Chelsea wechselte.
Nach einer passablen Debütsaison lief es für den deutschen Nationalstürmer in der vergangenen Spielzeit unter Thomas Tuchel alles andere als rund, weshalb eine Rückkehr nach Leipzig auf Leihbasis im Raum steht. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)
„Das muss er selbst entscheiden“, erklärte Flick. „Er ist noch Spieler von Chelsea, er hat enorme Qualitäten. Timo braucht Unterstützung, er braucht Zuspruch und Rückendeckung.“
Für Timo Werner läuft es aus sportliche Sicht nicht so gut. Jetzt äußert sich Michael Ballack mit harter Kritik zum deutschen Stürmer.
Und er braucht im Vorfeld der Weltmeisterschaft, die im November beginnt, Spielpraxis, das machte Flick unmissverständlich klar: „Wichtig ist, dass er Spielpraxis hat, dass er eine gute Quote hat, gute Spielzeit hat, dann ist er im Rhythmus, und das braucht er.“
Werner mache seine Sache laut Flick bei der Nationalmannschaft sehr gut, „aber trotzdem ist seine Aufgabe für Chelsea, das Bestmögliche aus sich herauszuholen. Das muss er jetzt machen, solange seine Situation so ist, wie sie aktuell ist.“
Sollte es bei Chelsea nicht klappen, dann eben bei einem anderen Verein.