Philipp Lahm hat Franz Beckenbauer während der Verleihung des Sepp-Herberger-Awards in Schutz genommen.

In seiner Laudatio für den 77-Jährigen sagte der Weltmeister-Kapitän von 2014: „Wir alle wissen, dass rund um die WM 2006 Fehler gemacht wurden. Aber im Fall von Franz Beckenbauer ist das etwas aus dem Gleichgewicht geraten.“

Lahm bezieht sich dabei auf die Bestechungsvorwürfe gegen Beckenbauer bei der WM-Bewerbung.

Der „Kaiser“ erzählte Bild: „Es freut mich sehr, dass er sich so engagiert für mein Lebenswerk einsetzt. Ich weiß, dass Philipp sich damit beschäftigt.“

Lahm hatte den Weltmeister von 1974 mit folgenden Worten gewürdigt: „Er ist eine der prägendsten Charaktere des deutschen Fußballs.“ Beckenbauer habe die WM im eigenen Land entscheidend mitgestaltet, wodurch ein „ganzes Land aufgewacht“ sei, so Lahm.

Der 77-Jährige war nicht vor Ort in Berlin und ließ den Preis seinem Sohn Joel überreichen. In einer Grußbotschaft erklärte er: „Ich freue mich, dass ihr die Stiftung, die ich vor 14 Jahren gegründet habe, auszeichnet. Sepp Herberger ist der Mensch, der den Fußball in Deutschland nach dem Krieg wieder ins Leben gerufen hat.“