Am Dienstag schieden die Boca Juniors im Achtelfinale der Copa Libertadores gegen Atlético Mineiro aus – für Aufsehen und Entsetzen sorgten jedoch Szenen nach dem Spiel.
Videos belegen, wie die brasilianische Polizei nach Abpfiff im Kabinentrakt wütende Boca-Spieler besprüht, während sich beide Lager eine heftige Auseinandersetzung lieferten.
Boca-Spieler wollten offenbar Heimkabine stürmen
Laut der brasilianischen Website Globoesporte haben die Spieler der Boca Juniors versucht, die Umkleidekabine des Heimteams zu stürmen – dort hätten offenbar die Unparteiischen Zuflucht gesucht.
Die Beamten versuchten dies offenbar zu verhindern.
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Bereits nach Abpfiff gerieten die Spieler beider Mannschaften im Spielertunnel aneinander. Die Akteure der Boca Juniors waren mit der Schiedsrichterleistung unzufrieden, im Laufe der Partie wurden nach VAR-Eingriff zwei Tore des argentinischen Erstligisten aberkannt.
Bereits in der zweiten Halbzeit wurden die brasilianischen Offiziellen von einigen Boca-Spielern bedrängt, nachdem der Schiedsrichter nach VAR-Eingriff das Tor nicht zählen ließ.
Boca Juniors machen Schiedsrichter verantwortlich
Unter anderem wurden Assistenztrainer beider Seiten des Spielfeldes verwiesen.
Auf die Frage, ob die Schiedsrichterleistung entscheidend für das Ausscheiden war, antwortete Boca-Mittelfeldspieler Diego Gonzalez: „Ohne Zweifel, das kann jeder sehen. Wir haben ein schönes Tor erzielt, und Tatsache ist, dass wir auch verdient hätten, das erste Spiel zu gewinnen.“
Beide Partien endeten 0:0, im Rückspiel setzte sich Atletico schließlich im Elfmeterschießen durch.
Spieler wurden von der Polizei vernommen
Nach Angaben der örtlichen Polizei wurden inzwischen acht Personen, darunter fünf Spieler, zur Vernehmung auf die städtische Wache gebracht. Neben Zambrano und dem früheren ManU-Verteidiger Marcos Rojo sollen Javier Garcia, Carlos Izquierdoz und Sebastian Villa in Gewahrsam genommen worden sein.
Die gesamte argentinische Delegation folgte den Betroffenen auf die Polizeiwache, nach Hinterlegung einer Kaution durfte die Mannschaft diese kurze Zeit später wieder verlassen.
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mit Sport-Informations-Dienst (SID)