Für den 1. FC Heidenheim war es ein Abend zum Vergessen! Einerseits verpasste der FCH den Sprung an die Tabellenspitze in 2. Bundesliga, andererseits kassierten die Gäste in der Schlussphase eine diskutable rote Karte.
Das 1:1 (1:1) bei Fortuna Düsseldorf rückte nach dem Spiel in den Hintergrund. Im Mittelpunkt stand dagegen die vermeintliche Tätlichkeit von Denis Thomalla gegen Düsseldorfs Verteidiger André Hoffmann.
„Ich spüre dann unten einen Tritt, der mir auch wehtut. Ich denke schon, dass man Rot geben kann“, sagte Fortuna-Kapitän Hofmann nach dem Spiel bei SPORT1.
Kontrahent Thomalla hielt am SPORT1-Mikrofon naturgemäß dagegen: „Ich kann ja nicht gar nichts machen! Meiner Meinung nach schlage und trete ich nicht. Ich will mich nur von ihm lösen, ich muss mich irgendwie wehren. So etwas passiert im Spiel öfters, das ist für mich keine Rote Karte.“
Trainer Schmidt einsichtig: „Darf sich nicht hinreißen lassen“
Thomallas Trainer Frank Schmidt, der während des Spiels die Entscheidung von Daniel Schlager noch gestenreich in Frage gestellt hatte, lenkte mit Blick auf die Bilder bei SPORT1 ein: „Es war dann ein bisschen viel von Denis. Da darf er sich nicht hinreißen lassen, auch wenn es ein wenig unglücklich aussieht.“
Torjäger Tim Kleindienst (20.) hatte Heidenheim in Führung gebracht, Emmanuel Iyoha (27.) gelang kurz darauf der Ausgleich. Der FCH bleibt Tabellendritter mit 47 Punkten und hielt zumindest die Fortuna (39) auf Rang fünf auf Abstand.
Bei einem Erfolg wären die Süddeutschen am bisherigen Spitzenreiter Darmstadt 98 und am Hamburger SV vorbeigezogen, der am Sonntag noch beim Karlsruher SC gefordert ist.
Heidenheim, das in der Vorwoche die Darmstädter Serie von 21 Ligapartien ohne Niederlage beendet hatte, sah sich in Düsseldorf zunächst großem Druck ausgesetzt. Praktisch aus dem Nichts traf dann aber Kleindienst per Kopf mit seinem 16. Saisontor zur Gästeführung.
Düsseldorf zeigte sich vor 26.827 Zuschauerinnen und Zuschauern wenig beeindruckt, Iyoha egalisierte sieben Minuten nach dem Rückstand nach schöner Kombination.
Nach dem Seitenwechsel war die Begegnung ausgeglichen, aber auch überaus zäh. In Überzahl vergab Ao Tanaka die Riesenchance zum 2:1 für die Fortuna (84.).