Darmstadt 98 hat den Sprung an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga verpasst.
Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht unterlag beim 1. FC Nürnberg mit 1:3 (0:1) und liegt mit 51 Punkten hinter Schalke 04, Werder Bremen (beide 53) und dem FC St. Pauli (52) auf Platz vier. (SERVICE: Tabelle der 2. Bundesliga)
Nikola Dovedan (43.) brachte die Gastgeber mit der Führung vor stimmungsvollen 30.471 Zuschauerinnen und Zuschauern in Führung, Luca Pfeiffer (58.) glich aus.
Lukas Schleimer (82.) brachte die Franken wieder nach vorne, Andre Leipold (90.+7) unterlief noch ein Eigentor.
Nürnberg wahrte durch den Erfolg seine Aufstiegschancen und liegt nun mit 49 Punkten zwei Punkte hinter Darmstadt auf Rang fünf.
Das Spiel nimmt sofort Fahrt auf
Die Begegnung nahm sofort Fahrt auf. Aaron Seydel (2.) verpasste aus kurzer Distanz die große Möglichkeit zur frühen Führung der Gäste. Nach dem stürmischen Beginn der Lilien entwickelte sich eine ausgeglichene Begegnung. (NEWS: Alles zur 2. Bundesliga)
Nürnberg wurde aktiver und hatte bei einem Kopfball an die Latte von Christopher Schindler (25.) Pech. Dovedan war kurz vor dem Seitenwechsel dann per Kopf erfolgreich, 98-Torhüter Marcel Schuhen sah nicht gut aus.
Stürmer Köpke pariert im Stile seines Vater
Darmstadt erhöhte im zweiten Durchgang den Druck. Marvin Mehlem (56.) zielte nach schöner Kombination aber zu ungenau. Zwei Minuten später glich Pfeiffer mit seinem 13. Saisontor aus.
Kurios: Vor dem Treffer verhinderte Stürmer Pascal Köpke im Stile seines Vaters Andreas den Einschlag mit einer fast schon überragenden Parade, ehe Pfeiffer den Ball über die Linie drückte.
Schiedsrichter Timo Gerach entschied auf Vorteil und zeigte Köpke nach dem Treffer noch die gelbe Karte für sein Vergehen.
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Ob dies die richtige Entscheidung war, darüber war sich Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht nach dem Spiel nicht sicher.
„Ich müsste da mit dem Schiedsrichter erneut drüber sprechen, da ich nicht so tief im Regelwerk bin. Er sagte, dass wir das Tor erzielt haben und es daher nach dem Vorteil nur eine Gelbe Karte gab. Es gibt da auch andere Meinungen: Rote Karte und Elfmeter“, sagte der Trainer der Lilien nach dem Spiel bei SPORT1.
Kurz darauf verließ Schlussmann Schuhen verletzt den Platz, doch Darmstadt zeigte sich unbeeindruckt. Pfeiffer (67.) verzog knapp.
Klauß von Stimmung begeistert
Auf der anderen Seite machte es der eingewechselte Schleimer besser und traf zum viel umjubelten 2:1 (82.). Spätestens jetzt kochte das Max-Morlock-Stadion, in dem erstmals auch die Ultras des Clubs wieder für Stimmung sorgten.
Von der tollen Atmosphäre zeigte sich Nürnbergs Trainer Robert Klauß am SPORT1-Mikrofon begeistert: „Ich glaube das heute sind so Momente, für die man Fußball spielt, dass man die erleben darf.“
In der Nachspielzeit traf dann noch der erst kurz zuvor eingewechselte Andre Leipold zum 3:1-Endstand ins eigne Tor (90.+7).
Gerade die starke Reaktion seiner Mannschaft nach dem Ausgleich stimmt Trainer Klauß nach dem Spiel zufrieden.
„Da haben wir schon gewackelt. Aber wir haben gezeigt, dass wir in der Saison gelernt haben, was in solchen Phasen nach einem Tor zu beachten ist. Wir haben die Brust raus gestreckt und uns wieder rein gearbeitet. Diese Reaktion in der zweiten Halbzeit war beeindruckend.“
Darüberhinaus sei gerade die Erkenntnis, dass man auch gegen Spitzenteams gewinnen können extrem wichtig für die letzten Spiele der Saison.
Nach Heimsiegen gegen den Hamburger SV und jetzt Darmstadt 98 sei man jetzt „auch mal Auswärts dran.“
Denn in der kommenden Woche tritt Nürnberg im nächsten Spitzenspiel bei Werder Bremen an.
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Mit Sport-Informationsdienst: SID