Eine runde Woche her, da schrieb ich hier vor dem anstehenden Bremer Auswärtsspiel in Heidenheim: „Die Heidenheimer Höhenluft in der Voith-Arena auf dem Schlossberg tat schon so manchem Gegner gar nicht gut. Heidenheim ist die zweitbeste Heim-Mannschaft und damit eine Hürde, die auch Werder erst mal nehmen muss. Eine Niederlage wäre der erste kleine Tiefpunkt unter Ole Werner, auf den man dann samstags drauf im Top-Spiel gegen Darmstadt eine Reaktion zeigen müsste. Ziemlich viel Konjunktiv, aber durchaus denkbar.“
Endstand: 2:1 für Heidenheim. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)
So ist es also gekommen. Das Ende einer beeindruckenden Serie. Bremens Trainer Ole Werner erlebte nach neun Siegen und einem Unentschieden seine erste Niederlage mit Werder.
Natürlich schaut jetzt alles darauf, wie die Bremer diese erste kleine Delle unter dem neuen Trainer verkraften. Ein ganz normaler Prozess im Sport, dass du auf einen Rückschlag mental und sportlich reagieren musst, um selbst wieder auf Kurs zu kommen und auch der Konkurrenz ein Signal zu senden. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)
Ganz besonders zählt das in der nun beginnenden ganz heißen Phase der Saison. Und dann noch gegen diesen Gegner. Mit Darmstadt 98 kommt der Tabellenführer nach Bremen. Also der Tabellenführer, der Werder am vergangenen Spieltag von Platz 1 verdrängen konnte. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)
Topspiel-Atmosphäre in Bremen
Ein Topspiel, auf das man sich nur freuen kann. Flutlichtspiele im Weserstadion mit diesem leidenschaftlichen grün-weißen Fußball-Volk sind schon mal sowieso ein atmosphärisches Highlight. Aber das wird es an diesem Samstag ganz sicher auch fußballerisch werden. Zwei Topteams, die nach vorne spielen und von ihrem mutigen Offensivspiel leben. Der Dritte empfängt den Ersten. Ein Spiel, auf das man sich auch als Kommentator nur freuen kann.
Kommen wir zum Kopf-Kino. Ole Werner trifft am Samstag genau auf den Gegner, der ihm in der vergangenen Saison als Trainer von Holstein Kiel am letzten Spieltag den griffbereiten Aufstieg nahm. Nach 2:0 verlor der KSV gegen Darmstadt noch 2:3.
Mit einem Sieg wäre Kiel direkt aufgestiegen, so rutschten sie in die Relegation und scheiterten dort an Köln. Das Ende von Werners Erfolgsstory bei Holstein. Selbstverständlich wird er das im Kopf haben und sich nun mit Werder revanchieren wollen.
Drei Topspiele, kein Sieg
Wir sind in dieser Saison zum dritten Mal zum Topspiel am Samstagabend im Weserstadion. Es waren drei Spiele mit höchstem Unterhaltungswert.
Zum Saisonauftakt gab es Bremens 1:1 gegen Hannover, im September dann das 0:2 im Derby gegen den HSV und im November das 1:1 gegen Schalke mit einem spät geschenkten Ausgleichselfer für den SV Werder. Heißt also auch: Keines der drei Spiele konnte Bremen gewinnen, das 0:2 gegen Hamburg war die bis heute letzte Heimniederlage. Schaffen sie jetzt den ersten Samstagabend-Sieg?
Christoph Daum hat vor Jahren zu mir gesagt: „Ich denke immer azyklisch! Mir ist es lieber, wenn meine Gegner in der Vorwoche gewonnen haben. Dann ist bei denen weniger Druck drauf und oftmals etwas weniger mentale Anspannung.“
- Die Highlights der 2. Bundesliga in „Hattrick Pur“ am Sonntag um 7 Uhr und um 9 Uhr im TV auf SPORT1
Eine These, die meiner Meinung nach ganz oft zutrifft. Wäre dann jetzt eine schlechte Nachricht für Darmstadt. Werder hat in Heidenheim verloren. Bremen hat jetzt den Druck und die mentale Anspannung, sich mit einem Sieg zurückmelden zu müssen. Also nach der „Daumschen These“ würde Werder dieses Top-Spiel gewinnen.
Ziemlich viel Konjunktiv, aber durchaus denkbar.
Alles zur 2. Bundesliga bei SPORT1:
- Alle News zur 2. Liga
- Spielplan & Ergebnisse der 2. Bundesliga
- 2. Bundesliga im Liveticker
- Tabelle der 2. Liga
- Alle Highlights der 2. Bundesliga im Video
- Statistiken der 2. Bundesliga