Greuther Fürth hat den perfekten Auftakt in die Zweitliga-Saison nach 90 kuriosen Minuten verpasst.

Nach einem unterhaltsamen und offenen Schlagabtausch trennten sich die der SpVgg Greuther Fürth und der VfL Bochum 1:1.

Trainer Peter Neururer war trotz des verpassten Heimsiegs zufrieden. „Es war ein Unentschieden der besonderen Art. Mir hat gefallen, wie wir unser Publikum mitgenommen haben“, sagte Neururer bei „Sky“.

Simon Terrode (15. ) hatte die Gastgeber in Führung gebracht, Kacper Przybylko (18.) glich nach einem ebenfalls katastrophalen Abwehrfehler aus.

Kuriose Tore

Kuriose Tore und intensive, teilweise aggressive Zweikämpfe prägten die Begegnung in der ersten Halbzeit.

In einem Duell auf Augenhöhe profitierte der VfL beim Führungstreffer von einem Blackout des Fürthers Zsolt Korcsmar, der an der Strafraumgrenze den Ball verlor. Terodde vollendete ohne Mühe.

Schon wenig später sorgten die Bochumer für allgemeines Kopfschütteln unter den 18.146 Zuschauern, als Stefano Celozzi versuchte, den Ball zu Torwart Andreas Luthe zurückzuspielen, der Pass jedoch zu kurz geriet und Przybyko sich mit dem 1:1 bedankte.

So klangen die Tore bei SPORT1.fm:

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Starke Torhüter

Nach diesen beiden Szenen nahm die Partie zusätzlich Fahrt auf.

Besonders die Franken erspielten sich gute Chancen, scheiterten jedoch mehrfach an VfL-Keeper Luthe.

Trainer Frank Kramer war mit dem Start zufrieden, er hatte ohnehin kein Feuerwerk erwartet: „Man muss sich erstmal in die Saison reinfighten, das haben beide Mannschaften gemacht“, erklärte Kramer und sagte weiter: „Es ist immer wichtig, das erste Saisonspiel nicht zu verlieren. Am nächsten Spieltag steht ja schon ein schweres Heimspiel bevor, das Derby gegen den 1. FC Nürnberg.“

Bochumer Kampfgeist

Die spielerischen Vorteile der Fürther glichen die Bochumer mit Kampfgeist aus. Dennoch knüpfte die Begegnung nach dem Wechsel nicht mehr an das Niveau der ersten Hälfte an.

Der eingewechselte Bochumer Marco Terrazzino (67.) verpasste schließlich eine Riesenchance zum erneuten Führungstreffer und läutete damit eine Schlussoffensive der Westfalen ein.

Jan Simunek und Anthony Losilla waren die stärksten Bochumer, die Gäste hatten in Stephan Schröck und ihrem Torschützen Przybylko die besten Akteure.