Der Skandal um Fußballprofi Mason Greenwood, der beim Premier League-Klub Manchester United unter Vertrag steht, wirkt sich nun auch auf den aktuellen Ableger der FIFA-Reihe aus. EA Sports hat auf die schweren Vorwürfe gegenüber dem 20-Jährigen reagiert und ihn aus dem Spiel entfernt. Mittlerweile ist das Offensiv-Talent der „Red Devils“ in den Offline-Modi der Fußball-Simulation nicht mehr spielbar.
Doch dabei wird es der Publisher nicht belassen. Vergangene Fälle zeigen, dass die Maßnahmen ebenfalls einen Einfluss auf die Online-Modi haben werden. Besonders in Ultimate Team führt dieses Vorgehen allerdings zu Problemen, da die Goldkarten des Engländers bereits zahlreich im Umlauf sind. EA kann Greenwood lediglich aus den Packs entfernen, in die Vereine der FUT-Zocker können sie nicht eingreifen.
Das unmoralische Handeln der FUT-Trader
Es ist nicht das erste Mal, dass ein Spieler aufgrund realer Ereignisse aus FIFA verschwinden wird. Häufig hat das traurige Gründe wie der tragische Unfall-Tod des argentinischen Stürmers Emiliano Sala Anfang 2019 oder der Suizid des 30-jährigen Uruguayers Santiago Garcia im Februar des letzten Jahres. Aber auch die Schattenseiten des Fußballs zwingen das amerikanische Unternehmen regelmäßig zum Eingreifen.
Erst vor wenigen Monaten beherrschte ein ähnlich gelagerter Fall die Schlagzeilen. Benjamin Mendy von Scheich-Klub Manchester City wurde wegen mehrfachen Vergewaltigungsvorwürfen angeklagt und daher aus dem Spiel genommen. Da aber die FUT-Karte nicht gänzlich verschwinden kann, versuchen gierige Trader die Situation zu ihren Gunsten zu nutzen und Profit zu schlagen.
Besonders nach Berichten über das Ableben eines Profis steigt der Preis seiner Karte, da sie von nun an nicht mehr gezogen werden kann und somit seltener wird. Manche Spieler ergreifen ihre Chance und investieren, um anschließend mit Gewinn zu verkaufen – ein äußerst fragwürdiges Vorgehen. In der Regel unterbindet EA dieses Bestreben schnell und verringert die Price Range, sodass die Rentabilität eines Verkaufs gen Null tendiert.
Mittlerweile wurde Mason Greendwood gegen Kaution wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen, sein FIFA-Ende scheint trotzdem besiegelt. Das dürfte allerdings seine kleinste Sorge sein.