Die erste Season in FIFA 22 Ultimate Team ist vorbei. Damit stehen zum einen die Teilnehmer für die Online-Qualifier Ende November sowie die der Ausscheidungsspiele für die eChampions League Anfang Dezember fest. Die Profis, die sich seit der Veröffentlichung bis in die Elite Division des Rivals-Modus vorgekämpft und dort die meisten Skill-Punkte erspielt haben, treffen nun in der nächsten Runde aufeinander.

Je nach Standort werden die Pros in unterschiedliche Divisionen eingeteilt und treten dort um wichtige Punkte auf dem Weg zur Weltmeisterschaft der Einzelspieler an. Deutschland zählt zu „East Europe“, sodass Matchups mit Spielern aus England oder Spanien aktuell noch nicht möglich sind. Stattdessen kommen die Gegner vorwiegend aus Skandinavien oder Italien. Duelle untereinander sind auch nicht ausgeschlossen.

Deutschland dominiert den Osten

Im Osten Europas haben sich insgesamt 417 eSportler für die Online-Turniere qualifiziert. Die ursprüngliche Anzahl von 256 Teilnehmern wurde während der ersten Season erst auf 320 aufgestockt, da die Dichte an qualitativ starken Spielern mit ähnlich hohen Skill-Punkten zu groß war, um eine klare Grenze zu ziehen. Als Richtwert diente außerdem die 2220er Marke.

Nach Ablauf der Season wurde dieser Wert dann noch einmal erhöht, sodass letztlich sogar 417 Profis in die nächste Stage vorrücken. Von den verbleibenden Zockern stellt Deutschland mit Abstand den größten Anteil. Stolze 138 Qualifikanten treten unter der schwarz-rot-goldenen Flagge an und stellen damit knapp ein Drittel des gesamten Teilnehmerfeldes.

Der Grund für die zweite Aufstockung

In der letzten Nacht vor Saisonende kristallisierte sich ein großes Problem mit der angepeilten Teilnehmerzahl von 320 heraus. Neben fragwürdiger Methoden einiger Pros wirkten sich Verbindungsprobleme sowie Abbrüche mancher Partien negativ auf die Skill-Punkte einzelner Spieler aus. Ein leidtragender des Ganzen war beispielsweise Benedikt Bauer.

Der eSportler des VfL Bochum verlor aufgrund zweier Disconnects einen beachtlichen Teil seiner hart erspielten Skill-Punkte und büßte in der Folge zu viele Plätze in der Rangliste ein. Diesen Verlust konnte er aus zeitlichen Gründen nicht mehr aufholen und hätte so unverschuldet den ersten entscheidenden Wettbewerb des Jahres verpasst. Nach der abgesagten WM wäre das ein weiterer Tiefschlaf gewesen. Doch EA reagierte und stockte das Teilnehmerfeld weiter auf.

Neben „BeneCR7″ sind noch mehr bekannte deutsche Namen vertreten. Mit dem weiterhin amtierenden Weltmeister „MoAuba“ sowie dem nationalen Meister im eFootball „RBLZ_Umut“ sind Größen der Szene noch im Rennen. Als bester Deutscher schloss allerdings Niklas Raseck die erste Saison ab. Mit 2342 Punkten rangierte der Profi der Organisation Guild am Ende weltweit sogar auf dem dritten Platz und musste sich damit nur gegenüber zweier Italiener geschlagen geben.