Seit 2020 im Amt, hat der gebürtige Russe Sergey Glamazda jüngst seinen Abschied verkündet. Zuvor als Manager des hauseigenen Rainbow-Six-Siege-Teams bekannt, stieg er wenig später in die Rolle des CEOs auf. An dessen Stelle soll nun ein Verbund aus verschiedenen Führungspersönlichkeiten treten und Glamazdas Aufgabengebiet gemeinsam übernehmen. Genauer handelt es sich dabei um Manager der ESForce Holding, der Dachgesellschaft der Organisation.

Inwiefern dieser Schritt mit dem russischen Angriffskrieg in der Ukraine zusammenhängt, lässt sich gegenwärtig nicht sagen. Jedoch ist bekannt, dass Glamazda in der Vergangenheit in Kiew studierte und sich hier unter anderem den Bachelor- sowie Master-Abschluss aneignete.

Virtus.pro in der Kritik

Generell lässt sich die Handhabe in Bezug auf den Krieg in der Ukraine mit Perspektive auf Virtus.pro durchaus kritisch beurteilen. Vor wenigen Tagen wurde das Dota-2-Team im Zuge eines offiziellen Liga-Matches suspendiert, nachdem Dota-2-Profi Ivan „Pure“ Moskalenko auf der Minimap ein „Z“ kreierte.

Dieser Buchstabe wird allgemein als Unterstützungszeichen für die russischen Truppen in der Ukraine angesehen, woraufhin zunächst Miskalenko und anschließend das gesamte Team von dem Wettbewerb ausgeschlossen wurde. Darüber hinaus fungiert das bekannte CS:GO-Roster nicht unter dem Branding von Virtus.pro, stattdessen treten die Spieler gegenwärtig unter neutraler Flagge und dem Teamnamen Outsiders bei Turnieren auf.

Natus Vincere, kurz NAVI, distanzierte sich vergangenen März vollständig von ESForce, als die Holding die Situation im Osten Europas nicht verdammte oder gar kritisch hinterfragte. Entsprechend wird dem Unternehmen und damit einhergehend auch Virtus.pro eine „pro Putin“-Einstellung nachgesagt.


Florian Merz, Jahrgang 1990, geboren in Oberkirch, schrieb während und nach seiner Ausbildung an der Heinrich-Hertz-Schule in Karlsruhe (Ausbildung: Fachinformatik, Systemintegration) für verschiedene...