Der brutale Check von Münchens Fabio Wagner an Ingolstadts Verteidiger Edwin Tropmann war auch rund um das erste Aufeinandertreffen beider Teams seit dem Foul das bestimmende Thema.
Vor dem mit Hochspannung erwarteten Spiel fünf der DEL-Serie zwischen Red Bull München und dem ERC Ingolstadt (6:3) verriet Münchens Sportdirektor Christian Winkler, dass sich Wagner nach seinem Foulspiel bei Tropmann gemeldet und sich nach dessen Gesundheitszustand erkundigt hatte. „Fabio hat mit Edwin telefoniert“, sagte Winkler bei Magenta Sport.
Der 54-Jährige schilderte, dass er Tim Regan, Sportdirektor des ERC Ingolstadt, in der Früh geschrieben hatte, da es ihm am Herzen liege, „dass es Edwin hoffentlich besser geht und dass er mich kurz kontaktiert, wenn er Zeit findet. Das hat er auch getan. Das Gespräch war auf Augenhöhe und absolut in Ordnung. Jetzt liegt es daran, dass wir alle – Organisation, Trainer, Spieler – Eishockey spielen.“
Ingolstadt-Boss gibt Update zu Tropmann
Wagner hatte seinen Gegenspieler Tropmann in Spiel vier der Viertelfinal-Serie zwischen dem EHC Red Bull München und dem ERC Ingolstadt am Dienstag brutal gefoult. Wie Ingolstadt am Mittwoch bekannt gab, habe der 20-Jährige eine Kopf- und Nackenverletzung erlitten. Am Mittwochnachmittag wurde Tropmann aus dem Krankenhaus in Ingolstadt entlassen.
„Es geht aufwärts mit Edwin“, berichtete Regan. Tropmann habe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. „Man muss schauen, wie es ihm geht und wie der Heilungsverlauf ist. Er wird auf alle Fälle Zeit brauchen.“
Winkler: Sperre für Wagner „gilt es zu akzeptieren“
Die DEL hatte Wagner nach dem Foul für 14 Spiele gesperrt und eine Rückkehr in der laufenden Saison ausgeschlossen.
„Was will man in der Situation von gerechtfertigt oder nicht gerechtfertigt sprechen? Das ist die Entscheidung der Liga. Das sind Leute, die sich damit befassen und das gilt es zu akzeptieren“, sagte Winkler.