Für Ricardo Pietreczko läuft das Darts-Jahr 2026 bisher noch überhaupt nicht – was sich am Dienstagnachmittag bei der Players Championship 14 in Hildesheim eindrücklich zeigte: Denn nach nur zwei gespielten Legs gab „Pikachu“ sein Erstrundenmatch gegen den Niederländer Jeffrey de Zwaan kampflos auf.

Zu diesem Zeitpunkt stand die deutsche Nummer zwei bei einem Drei-Dart-Average von unter 60 Punkten – üblich sind auf der Pro Tour Werte zwischen 80 und 100. De Zwaan bekam somit den Einzug in die nächste Runde geschenkt.

Bislang gibt es keine offizielle Stellungnahme der PDC oder von Pietreczko zu dem genauen Grund für die Aufgabe. Fabian Dippold, der für PDC TV die Players Championship kommentiert, spekulierte, dass „Pikachu“ erneut mit Dartitis-Problemen zu kämpfen hatte.

Darts: Schwieriges Jahr für Pietreczko

Noch steht Pietreczko in der Order of Merit auf Platz 34 und ist damit hinter Martin Schindler (Rang 18) der beste deutsche Darts-Spieler. Doch die Form des 31-Jährigen ist besorgniserregend: Betrachtet man ausschließlich das Preisgeld, welches er im bisherigen Jahr einspielte, liegt Pietreczko nur auf Rang 82.

Lediglich 15.750 Pfund konnte er 2026 einspielen. Zum Vergleich: Schindler, der bisher auch ein eher durchwachsenes Jahr erlebt, kommt auf 41.000 Pfund. Die Aufgabe gegen de Zwaan war nun der vorläufige Tiefpunkt der harten Phase, die Pietreczko aktuell durchlebt.

Hopp erneut mit starkem Ergebnis

„Pikachu“ war jedoch nicht der einzige Spieler, der in Hildesheim freiwillig die Segel strich: Auch der Niederländer Christian Kist beendete seine Partie gegen Max Hopp nach drei Legs vorzeitig. Kist hat bekanntermaßen seit Jahren mit Gicht-Problemen in der Wurfhand zu kämpfen.

Hopp kam so kampflos in die nächste Runde und startete abermals einen hervorragenden Lauf, wie er ihn in dieser Saison schon so häufig auf der Pro Tour hatte: Der Idsteiner kämpfte sich bis ins Finale vor. Dort musste er sich allerdings Wessel Nijman mit 1:8 geschlagen geben.