Weltmeister Luke Littler hat seinen ersten Erfolg auf deutschem Boden errungen. Beim Darts-Spektakel in Berlin vor über 12.000 Fans in der ausverkauften Arena am Ostbahnhof feierte der 19 Jahre alte Engländer am achten Spieltag der Premier League den Sieg, im Finale setzte sich der Dominator mit 6:4 gegen Ex-Champion Michael van Gerwen aus den Niederlanden durch. Littler gewann das Match unter dem Jubel der Fans mit einem 170er-Finish.
Nach einem schwachen Start ist es für Littler der dritte Tagessieg in der prestigeträchtigen Liga, zuvor hatte er vergangene Woche in Dublin und Anfang des Monats in Cardiff triumphiert. Der Weltranglistenerste zog damit an Jonny Clayton vorbei an die Spitze der Tabelle. Nach Berlin stehen sieben weitere Spieltage an, bevor in London der Sieger ausgespielt wird.
Nach einem Krankenhausaufenthalt wegen Nierensteinen war auch Vize-Weltmeister Gian van Veen wieder dabei. Der Niederländer hatte für das Event in Dublin absagen müssen, in der deutschen Hauptstadt schied van Veen bereits im Viertelfinale gegen den Waliser Gerwyn Price mit 1:6 aus.
Littler hatte die Darts-Szene im Zuge der WM 2024 im Sturm erobert, vor dem Spieltagssieg in Berlin hatte er aber noch keinen Erfolg in Deutschland feiern können. Zwölf Majortitel hat Littler bereits auf dem Konto, von den zehn großen Einzelturnieren gewann er neun, nur die Europameisterschaft in Dortmund fehlt ihm noch sowie die Team-WM in Frankfurt/Main. Auch auf der European Tour oder der ProTour konnte Littler noch keinen Sieg in Deutschland einfahren.
Dort hatte Littler in der Vergangenheit zudem immer wieder mit Buhrufen zu kämpfen gehabt. Im vergangenen Jahr hatte er deshalb Teilnahmen an Turnieren in Deutschland gemieden. Diesmal wurde er gefeiert.
Titelverteidiger Luke Humphries war bereits in der Auftaktrunde an van Gerwen gescheitert.