Seit seinem sensationellen Auftritt bei der Darts-WM im vergangenen Jahr gehört Luke Littler zu den absoluten Stars auf der PDC-Tour. Trotz seines jungen Alters konnte der 17-Jährige schon zahlreiche Erfolge auf der Tour erringen und ein großes Publikum begeistern.
Geht es nach dem ehemaligen Weltmeister Dennis Priestley, kann Littler deshalb in die Sphären der populärsten britischen Sportler weltweit aufsteigen, im Ansehen, aber gerade auch finanziell.
„Luke Littler ist noch so jung und seine Karriere könnte, in die eine oder andere Richtung gehen. Ich hoffe nur, dass er sich mit den richtigen Leuten umgibt, die ihn auf dem Boden der Tatsachen halten werden. Wenn sie das schaffen und er 10 oder mehr Jahre an der Spitze seines Spiels bleiben kann, dann kann er mehr wert sein als David Beckham“, erklärte Priestley in einer Folge der YouTube-Show Club 501 bei Moderator Wayne Mardle.
Eine steile These: Immerhin zählte Beckham zu seiner aktiven Fußball-Karriere zu den populärsten Sportlern der Welt. Beckham spielte unter anderem für Manchester United und Real Madrid und startet nach der Karriere als Unternehmer zusätzlich noch so richtig durch.
PDC: Neue Preisgelder könnten Littler richtig reich machen
Nach der Einschätzung von Priestley könnte Littler trotzdem auch finanziell bald in ähnlichen Sphären schweben, eben auch, weil die Preisgelder im Vergleich zu seiner aktiven Zeit mittlerweile astronomisch in die Höhe gestiegen sein.
„Es gab Zeiten, in denen Phil Taylor und ich unser Preisgeld nicht nahmen, damit die PDC über Wasser bleiben konnte“, erinnerte sich Priestley: „Das ging eine ganze Weile so, und ich glaube, es waren nur wir beide, die das gemacht haben.“
Doch auch der Verzicht auf Geld zahlte sich für ihn und Darts-Legende Phil Taylor dann in der Zukunft doch noch aus: „Sobald Barry Hearn die PDC übernommen hatte, bezahlte er alle Schulden und sorgte dafür, dass Phil und ich bezahlt wurden. Dann sorgte er dafür, dass wir mehr davon bekamen als die anderen Spieler, die nicht so viel investiert hatten. Phil und ich bekamen jeweils 600 Anteile, während die anderen nur 200 bekamen.“
Priestley erinnerte sich auch an die großen Töne, die Hearn damals spuckte, als er die PDC übernahm: „Er sagte, dass er die PDC zurückgeben würde, wenn er in zwei Jahren die Dinge nicht in Ordnung gebracht und für eine bessere Fernsehberichterstattung und bessere Preisgelder gesorgt hätte.“
Hearn lieferte und verwandelte den Darts-Sport über die vergangenen Jahrzehnte vom Kneipen-Sport zu einem Millionen-Business.