MvG zeigt sich von seiner besten Seite!

Am 9. Spieltag der Cazoo Premier League Darts (Alle Spieltage LIVE auf SPORT1) in der First Direct Arena in Leeds sicherte sich Michael van Gerwen als erster Spieler der diesjährigen Premier League seinen dritten Tagessieg.

Im Finale ließ er James Wade keine Chance und überrollte den Engländer geradezu mit 6:1. „The Machine“ wartet damit – neben Michael Smith – nicht nur weiterhin auf seinen ersten Premier-League-Tagessieg in diesem Jahr, er verpasste auch ein verspätetes Geburtstagsgeschenk. Erst am Vortag war Wade 39 Jahre alt geworden.

Dazu gönnte sich „Mighty Mike“ noch ein besonderes Jubiläum: Im fünften Leg bei 221-Rest warf der Niederländer seine 600. Karriere-180 in der Premier League.

Nach dem Spiel war er vor allem glücklich, dass er den Engländer im dritten PL-Aufeinandertreffen zum zweiten Mal besiegen konnte. An Spieltag fünf und acht traf man sich jeweils im Viertelfinale. Einmal gewann MvG (6:5), einmal hatte Wade das bessere Ende für sich (6:2.).

„Ich habe ein gutes Spiel abgeliefert. Es ging immerhin gegen James Wade – er ist sehr schwer zu besiegen“, sagte er nach dem Spiel im Siegerinterview. Via Instagram richtete er spät in der Nacht noch einen Dank an die „phänomenalen“ Fans in Leeds.

Damit ist van Gerwen nun alleiniger Tabellenführer, James Wade klettert auf Platz vier und steht nun in den Playoff-Rängen.

MvG macht‘s erneut gegen Wright

Im ersten Halbfinale kam es zum Gigantenduell zwischen Michael van Gerwen und Peter Wright – und erneut hatte der Niederländer das bessere Ende für sich. (NEWS: Alles Wichtige zum Darts)

Mit 6:3 setzte sich „Mighty Mike“ durch und sprang damit zum vierten Mal in ein Spieltagsfinale der diesjährigen Premier League. Besonders gern dürfte sich MvG an seinen Sieg am 4. Spieltag in Exeter erinnern. Damals verpasste er „Snakebite“ einen 6:0-Whitewash.

Überhaupt hatte der Niederländer die letzte drei Spiele gegen die aktuelle Nummer eins der PDC Order of Merit gewonnen – zwei davon in der Premier League. An diesem Abend sah es jedoch zuerst nach einem Duell auf Augenhöhe aus – allerdings nicht auf allerhöchstem sportlichen Niveau. (PDC Order of Merit: Aktuelle Weltrangliste im Darts)

Im fünften Leg verpassten beide Spieler gleich mehrfach ihre Legdarts, ehe Wright doch noch den eigenen Anwurf zum 3:2 durchbrachte. Danach verließen sie ihn aber.

Mit drei Legs in Folge flog van Gerwen ins Finale

Schöne Geschichte nebenbei: Peter Wright kam in einem speziell für diesen Abend designten Outfit auf die Bühne – blau und gelb wie die Farben von Leeds United. Dieses soll später versteigert werden. Der Erlös kommt dem ehemaligen Rugbyspieler Rob Burrow zugute, der an amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer nicht heilbaren degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems, leidet.

Geglückte Revance von Wade

Als Finalgegner qualifizierte sich James Wade durch seinen 6:4-Erfolg im zweiten Halbfinale gegen Jonny Clayton. Damit gelang dem Engländer die Revanche für die klare 1:6-Pleite im Finale der Vorwoche.

Bis dahin sahen die Zuschauer aber ein spannendes Match. Im siebten Leg gelang „The Machine“ fast ein 9-Darter – und musste trotzdem um seinen Leggewinn zum 4:3 zittern , da Clayton nur knapp an 121-Rest scheiterte.

Mit zunehmender Spieldauer kam der Waliser jedoch immer mehr ins Hadern mit seinen Würfen und konnte dem Match keine entscheidende Wende mehr geben.

Bitteres WM-Déjà-vu für Smith

Im ersten Spiel des Abends kam es zur Neuauflage des letzten WM-Finale – und erneut hat Peter Wright das bessere Ende für sich. Mit 6:2 fliegt der Schotte geradezu ins Halbfinale.

Dabei startete der „Bully Boy“ stark in die Partie und warf direkt sechs perfekte Pfeile zum Auftakt. Am Ende wurde es ein 11-Darter und die 1:0-Führung.

Aber dann legte „Snakebite“ los und zog mit fast schon beängstigender Effizienz zum 5:1 davon. Zwar konnte Smith nochmal zum 2:5 verkürzen, das war aber nur noch Ergebniskorrektur.

Mit einer Checkout-Quote von 67 Prozent gab es an diesem Abend kein Mittel gegen Wright, der auch mit einem starken 3-Dart-Average von 103,99 Punkten überzeugen konnte.

Da half Smith auch nicht der eigene 3-Dart-Average, der mit 102,21 Punkten ebenfalls auf Weltklasse-Niveau war.

Clayton macht kurzen Prozess

Im zweiten Spiel des Abends – das Duell zwischen Michael van Gerwen und Gary Anderson musste wegen Andersons Coronaerkrankung ausfallen – verpasste Jonny Clayton seinem Kontrahenten Joe Cullen eine 6:1-Klatsche.

Für den „Rockstar“ war es bereits die zweite Pleite gegen „The Ferret“ in der diesjährigen Premier League. Gleich am ersten Spieltag ging er mit einem 1:6 vom Oche.

Während er damals jedoch einen Average von knapp 96 Punkten spielte, waren es an diesem Abend lediglich 87 Punkte. Dazu baute er eine schwarze Serie aus: Cullen hatte vor diesem Duell in elf Aufeinandertreffen mit Clayton sieben Siege auf dem Konto. Clayton ging viermal als Sieger von der Bühne – und alle vier Siege waren TV-Spiele.

Nun hat er TV-Sieg Nummer fünf draufgesetzt und Cullen könnte nach diesem Spieltag aus den Playoff-Plätzen rutschen.

Wade macht‘s wie immer

James Wade ist einfach James Wade!

Trotz eines um sieben (!) Punkte schlechteren 3-Dart-Average als Gerwyn Price (Wade: 90, Price: 97) hat sich „The Machine“ in einem spannenden Duell mit 6:5 durchgesetzt und steht zum vierten Mal in der diesjährigen Premier League im Halbfinale eines Spieltags.

Price wirkte jedoch immer noch gehandicapt durch seine gebrochene Hand. Trotzdem ließ es sich der Waliser beim Einlauf nicht nehmen, mit den Fans abzuklatschen.

Alle Duelle des 9. Spieltags:

Viertelfinale

  • Michael Smith – Peter Wright 2:6
  • Michael van Gerwen – Gary Anderson (zurückgezogen)
  • Joe Cullen – Jonny Clayton 1:6
  • James Wade – Gerwyn Price 6:5

Halbfinale

  • Peter Wright – Michael van Gerwen 3:6
  • Jonny Clayton – James Wade 4:6

Finale

Michael van Gerwen – James Wade 6:1