Kevin-Prince Boateng hat weiterhin kein gutes Verhältnis zu seinem Halbbruder Jérôme Boateng. Wie er selbst verrät, unterscheidet er sich grundlegend von dem deutschen Weltmeister von 2014 – dessen größte Erfolge er mit Neid verfolgte.

„Uns verbindet nichts“, erklärt Kevin-Prince Boateng im Podcast „Unscripted“ mit Josh Mansour. Überhaupt habe er „nie ein gutes Verhältnis“ zu dem zwei Jahre jüngeren Jérôme gehabt: „Weil er ganz anders ist als ich.“

Jérôme Boateng (li) und sein Halbbruder Kevin Prince Boateng
Jérôme Boateng (li) und sein Halbbruder Kevin Prince Boateng Jérôme Boateng (li) und sein Halbbruder Kevin Prince Boateng © IMAGO/HJS

Die beiden mittlerweile abgetretenen Fußballer haben denselben Vater, aber unterschiedliche Mütter. Die Beziehung der Halbgeschwister war offenbar schon vor Jahren von Missgunst geprägt.

Boateng über Bruder: „Du verdienst das nicht“

„Ich habe immer gedacht, er habe nichts von dem, was er erreicht hat, verdient, weil ich derjenige bin, der die Schritte nach vorn gemacht hat. Und auch die falschen“, sagte Kevin-Prince Boateng: „Ich habe ihm den Weg geebnet.“

Neidisch sei er besonders auf die Champions-League-Triumphe seines Bruders gewesen, erklärte er weiter. Jérôme Boateng hatte den Henkelpott gleich zweimal mit dem FC Bayern gewonnen.

„Das ist das Einzige, was zählt“, meinte der 39-jährige Kevin-Prince Boateng, der selbst unter anderem in Spanien und Italien Meister wurde.

Jene Titel seien ihm aber nicht allzu wichtig gewesen: „Ich will die Champions League gewinnen. Er hat die Champions League gewonnen, und ich dachte: ‚Du verdienst das nicht, mein Freund.'“

Auch Boateng-Prozess spielte eine Rolle

Klar auf Distanz zu Jérôme Boateng war der ältere der beiden Halbbrüder auch im Zuge eines langjährigen Gerichtsprozesses gegangen.

Jérôme Boateng beendete seine Karriere im vergangenen Herbst, zuletzt nahm er in München an der Abschiedsfeier seines früheren Bayern-Kollegen Leon Goretzka teil. Kevin-Prince Boateng hängte die Schuhe schon zwei Jahre früher an den Nagel.

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