Ohne großen Glanz hat Bayern München den Auftaktsieg im Playoff-Viertelfinale der Basketball Bundesliga (BBL) geholt. Vor den Augen von Bayern-Legende Lothar Matthäus, der das Match als Zuschauer im SAP Garden verfolgte, schlug das beste Team der Hauptrunde Außenseiter VET-Concept Gladiators Trier mit 101:80 (48:44)

Die Münchner führen damit in der Best-of-five-Serie 1:0. Am Dienstag (20.30 Uhr) kann sich der deutsche Meister im zweiten Heimspiel gleich drei Matchbälle erarbeiten.

Lothar Matthäus verfolgte den Playoff-Auftakt der Bayern-Basketballer
Lothar Matthäus verfolgte den Playoff-Auftakt der Bayern-BasketballerLothar Matthäus verfolgte den Playoff-Auftakt der Bayern-Basketballer© IMAGO/Eibner

BBL-Playoffs: Bayern setzt sich erst spät ab

Aufsteiger Trier hatte sich erst auf den letzten Drücker als Tabellenachter für das Playin-Turnier qualifiziert und dann durch einen Sieg über die Rostock Seawolves (76:69) sein Viertelfinalticket gelöst.

Die Trierer um den früheren deutschen Nationalspieler Maik Zirbes starteten im SAP Garden ausgezeichnet und hielten bis zum Schlussviertel Kontakt, erst dann setzten sich die Bayern entscheidend ab.

„Ein bisschen in den eigenen Fuß geschossen“

„Wir müssen defensiv eine Schippe drauf legen in der Serie und in den Playoffs generell“, sagte Oscar da Silva: „Wir haben uns heute ein bisschen in den eigenen Fuß geschossen mit der Schlampigkeit in der Verteidigung, speziell in der ersten Halbzeit.“

Da Silva ergänzte auf SPORT1-Nachfrage: „Es sind die Playoffs. Jeder, der behauptet, dass er vorher nicht extra Flattern im Bauch hat, ist nicht ehrlich zu sich selber. Trier ist aber auch eine gute Mannschaft. Wenn du die ins Laufen kommen lässt, sind die überragend. Deshalb brauchen wir in der Defensive mehr Fokus.“

Welt- und Europameister Andreas Obst, wertvollster Spieler (MVP) der Saison, war mit 24 Punkten Topscorer beim Titelverteidiger. Urald King kam als erfolgreichster Trierer auf 18 Punkte. „Es war nicht so deutlich, wie es ausschaut“, sagte Obst bei Dyn. Sein Team habe nach dem missglückten Start ein paar Anpassungen vornehmen müssen.

—–
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)