Was für ein Fight!

Im Heimspiel gegen die MLP Academics Heidelberg wahrt ALBA Berlin mit einem 78:70-Heimsieg am vierten Spieltag der BBL seine weiße Weste. Aber in einem Duell, das vor allem von den Defensivreihen bestimmt wurde, ließen sich die Gäste zu keinem Zeitpunkt abschütteln. (SERVICE: Alle Spiele und Ergebnisse)

Nach einer Heidelberger 18:16-Führung nach dem ersten Viertel konnten die Hausherren das Spiel zwar zu ihren Gunsten drehen, konnten den Gegner bis zum Schluss des dritten Viertels aber nie mehr als fünf Punkte distanzieren.

Zu Beginn des vierten Viertels – ALBA führte mit lediglich einem Punkt (49:48) – holten sich die Academics per Dreier sogar erstmals seit dem zweiten Viertel wieder die Führung zurück. Danach übernahm aber Berlin wieder das Kommando – und das vor allem in Form von Louis Olinde. Der 24-Jährige ersetzte die fehlenden Spielmacher beim Meister, der unter anderem auf Maodo Lo verzichten musste, hervorragend. Mit sieben Assists stellte er einen Karrierebestwert auf.

„Das kommt automatisch“, sagte Olinde nach dem Spiel und fügte hinzu: „Ich habe es mir nicht explizit vorgenommen, aber das kommt, wenn Mo und die anderen nicht auf dem Feld stehen.“ Aber auch defensiv konnte sich sein Team an diesem Tag auf die Nummer 19 verlassen.

Louis Olinde wird zum Matchwinner

Rund vier Minuten vor Schluss krallte sich Heidelbergs Eric Washington, mit 21 Punkten Topscorer der Gäste, den Ball und rannte allein auf den Berliner Korb zu. Alles sah nach sicheren zwei Punkten zum 65:66 aus – und dann kam Olinde angeflogen und verhinderte die Punkte mit dem Block des Spiels. Im Gegenzug wurde er im Fastbreak gefoult. Zwar konnte er nur einen Freiwurf verwerten, aber diese zwei Szenen wurden zum Game-Changer.

Statt einem Ein-Punkt-Vorsprung lag ALBA plötzlich mit vier Punkten (67:63) vorne. Zwar musste der Double-Sieger der vergangenen Saison bis zum Ende hart kämpfen, brachte den Vorsprung aber ins Ziel und bleibt damit weiter verlustpunktfrei. (SERVICE: BBL-Tabelle)

Wir machten am Ende Fehler in der Verteidigung. ALBA ist ein Team, das das bestraft“, versuchte sich Heidelbergs Coach Joonas Iisalo nach dem Spiel in einer Erklärung: „Wir hatten die Chance zu gewinnen, aber es hat nicht gereicht.“

Für Heidelberg war es bereits die zweite Pleite, die Kurpfälzer bleiben im Mittelfeld hängen.