Die Basketball-Welt trauert um eine ihrer größten Legenden: Das brasilianische Basketball-Idol Oscar Schmidt ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Der Verband des südamerikanischen Landes bestätigte am Freitag den Tod des legendären Spielers, der unter dem Spitznamen „Mao Santa“ (Heilige Hand) bekannt geworden war.

„Brasilien nimmt Abschied von Oscar Schmidt, einem ewigen Idol des Weltbasketballs. Sein Tod ist das Ende einer Ära, doch seine Größe bleibt bestehen. Oscar Schmidt ist unsterblich“, teilte der Verband mit.

Medienberichten zufolge starb Schmidt, der 2013 einen Gehirntumor überlebt hatte, in einem Krankenhaus in der Region Sao Paulo, in das er wenige Stunden zuvor aufgrund akuter Beschwerden eingeliefert worden war.

Oscar Schmidt tot: Eine unglaubliche Rekordkarriere

Der Spross einer deutschstämmigen Familie holte in seiner langen Karriere bei Vereinen und der Nationalmannschaft unzählige Titel und erzielte 49.737 Punkte – ein Weltrekord, der erst 2024 von US-Star LeBron James übertroffen wurde. Schmidt war insgesamt 18 Mal (!) Scorerkönig einer ersten Liga – zehn Mal in Brasilien, sieben Mal in Italien, einmal in Spanien.

Der 2,06 Meter große Forward verbrachte zwischen 1974 und 2003 unglaubliche 29 Jahre als Profi auf dem Parkett – ebenfalls ein Rekord. Er ist mit 1093 Punkten auch der ewige Topscorer der Olympischen Spiele, bei denen er zwischen 1980 in Moskau und 1996 in Atlanta fünfmal antrat.

Schmidt wurde 2013 in die NBA Hall of Fame aufgenommen, obwohl er nie in der Liga gespielt hatte: Er wurde 1984 zwar von den New Jersey Nets gedraftet, lehnte das Vertragsangebot aber wegen der damaligen Umstände ab.

Er verdiente bei Juve Caserta in seiner damaligen Wahlheimat Italien mehr Geld – und wollte seine Nationalmannschaftskarriere in Brasilien nicht aufgeben – bis zum Jahr 1989 war es NBA-Spielern verboten, in ihrer jeweiligen Landesauswahl anzutreten.


Mit Sport-Informations-Dienst (SID)