Deutsche Hoffnung verpasst Weltcup-Auftakt
Finn Sonnekalb fehlt in Peking und Obihiro wegen eines Muskelfaserrisses im Hüftbeuger. Sein Comeback ist für die EM in Heerenveen geplant.
Der deutsche Eisschnelllauf-Hoffnungsträger Finn Sonnekalb fehlt verletzungsbedingt bei den ersten Weltcup-Stationen des Winters. Der 19-Jährige, der im vergangenen Jahr mehrfach im Vergleich der Weltelite aufs Podest gelaufen war, lässt die Stationen in Peking (13. bis 15. November) und im japanischen Obihiro (20. bis 22. November) wegen eines Muskelfaserrisses im Hüftbeuger aus. „Das Risiko ist aktuell zu hoch“, sagte der Athlet vom Bundesstützpunkt in Erfurt dem MDR.
Den Einstieg in die neue Saison plane er nach aktuellem Stand bei den Europameisterschaften in der niederländischen Eisschnelllauf-Hochburg Heerenveen (8. bis 10. Januar). Saisonhöhepunkt sind die Weltmeisterschaften Ende Februar in Peking, dann will Sonnekalb seine „beste Form“ zeigen.
Die Verletzung zugezogen hatte sich der Olympiateilnehmer bei den nationalen Meisterschaften in Inzell, wo er seine Titel über 1000 m und 1500 m erfolgreich verteidigen konnte.
Sonnekalb drohte mit Wechsel ins Ausland
Aufgrund der Querelen in der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) in den vergangenen Wochen und Monaten war das Sportliche in den Hintergrund gerückt. Sonnekalb hatte im September mit einem Wechsel ins Ausland gedroht, sollte er – wie vom Verband vorgesehen – nicht weiter in seiner Heimatstadt und im Bundesstützpunkt Erfurt trainieren dürfen.
Weitere News
Neben Sonnekalb wird aus der Erfurter Trainingsgruppe auch Moritz Klein verletzungsbedingt beim Weltcup-Auftakt fehlen. Die erfahrenen Stefan Emele und Hendrik Dombek sind unter anderem dabei.