Causa Karl: Eberl von Ballack irritiert

Eberl kontert am SPORT1-Mikro
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Eberl kontert am SPORT1-Mikro

Lennart Karl wird aus den eigenen Reihen kritisiert: Die Aussagen von Uli Hoeneß und Max Eberl rufen nun Michael Ballack auf den Plan - was wiederum Eberl irritiert.

Die öffentlich ausgetragene Meinungsverschiedenheit um Lennart Karl geht in die nächste Runde. Nach einem öffentlichen Konter von Michael Ballack gegen Uli Hoeneß und Max Eberl hat sich nun Letzterer irritiert gezeigt.

„Wir haben überhaupt nichts Schlimmes gesagt“, betonte Eberl am SPORT1-Mikrofon nach dem 2:2 der Bayern gegen den BVB. Vielmehr habe er Verständnis für die Leistungen des Youngsters, der noch nicht auf dem Niveau der Vorsaison sei, gezeigt. Über Ballack sagte er: „Ich weiß nicht, wie er das gemeint hat. Hat er das als Berater gesagt oder als Kommentator?

Michael Ballack spricht über Lennart Karl und die Kritik der Bayern-Bosse
Michael Ballack spricht über Lennart Karl und die Kritik der Bayern-BosseMichael Ballack spricht über Lennart Karl und die Kritik der Bayern-Bosse© IMAGO/Ulrich Wagner

Der ehemalige Nationalspieler Ballack hatte Karl zuvor mutmaßlich in seiner Rolle als dessen Spielerberater gegen kritische Stimmen beim FC Bayern verteidigt. Der TV-Experte wies die jüngsten Aussagen von Hoeneß und Eberl in Teilen zurück.

Eberl und Hoeneß kritisieren Karl – Ballack kontert

„Dass Max Eberl nun, nachdem Lennarts Leistungskurve wieder klar nach oben zeigt, ihm ein sportliches Loch attestiert, geschmückt mit Fehltritten, ist vom Zeitpunkt her unverständlich und inhaltlich zumindest mal zu hinterfragen“, sagte Ballack zu DAZN.

Karl sei seit einem Jahr „herausragend gut“. Sich bei einem Klub wie Bayern – für den auch Ballack selbst einst spielte – zu behaupten, zeuge nicht nur von außerordentlicher fußballerischer Qualität. „Lennart Karl hat Charakter. Dass er mit diesem wahrscheinlich noch das eine oder andere Mal in seiner Karriere anecken wird, ist zu erwarten.“

DEINE MEINUNG

Eberl hatte nach dem Pokalspiel der Münchner gegen Magdeburg erklärt: „Lenny muss auf dem Platz zeigen, dass er wieder herauskommt aus diesem Loch.“ Der Bayern-Boss wurde dabei auch auf angebliche Verfehlungen abseits des Platzes angesprochen. Diese hatte auch Hoeneß angedeutet.

Hoeneß wollte sich Karl zur Brust nehmen

„Da ist es eben heute so, dass der eine oder andere Fehltritt dabei ist“, sagte Eberl vor einigen Tagen: „Der jetzt aber nicht schlimm ist und für mich auch nicht ausschlaggebend für die Leistung ist. Er soll sich auf den Fußball konzentrieren.“ Hoeneß hatte erklärt, dass er sich Karl zur Brust nehmen wolle – und dem Youngster zu mehr Demut geraten.

Ballack sagte dazu: „Social Media ist heute nicht nur für die junge Generation ein großer Faktor. Jeder darf sich darstellen, wie er möchte. Dass man dabei nicht alles richtig macht, ist auch klar. Verurteilungen sind leider vorprogrammiert.“

Karl „zur Zielscheibe erklärt“

Man dürfe Karls sportliche Entwicklung damit aber nicht vermischen: „Und genau das macht der FC Bayern. Dass Uli Hoeneß diese Außendarstellung kritisiert, ist legitim. Aber dass er Lennart damit öffentlich zur Zielscheibe erklärt, ist auch klar.“

Der Berater stellte zudem klar: „Lennart ist 18 Jahre jung. Wo wart ihr mit 18? Genauso wie er sich auch dem Platz ausprobiert, tut er das auch außerhalb des Platzes.“

Ballacks Fazit zu der Thematik: „Ich hoffe, dass Lennart sich nicht schon, bevor er das 20. Lebensjahr erreicht hat, total verbiegen lässt. Dabei hat er meine volle Unterstützung!“

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