Olympia 2030: Unternehmer Roux de Bézieux neuer OK-Präsident

von SID
Olympia 2030: Unternehmer Roux de Bézieux neuer OK-Präsident

Geoffroy Roux de Bézieux ist am Donnerstag zum Vorsitzenden ernannt worden. Das Organisationskomitee war zuletzt knapp zwei Monate ohne Führung.

Das Warten auf einen neuen Präsidenten für das zuletzt von Krisen erschütterte Organisationskomitee der Olympischen Winterspiele 2030 in den französischen Alpen hat ein Ende. Der Unternehmer Geoffroy Roux de Bézieux wurde am Donnerstag vom OK zum neuen Vorsitzenden ernannt. Der frühere Chef von Frankreichs größtem Arbeitgeberverband Medef tritt damit die Nachfolge von Edgar Grospiron an, der Anfang September geräuschvoll zurückgetreten war.

„Seine anerkannten Fähigkeiten im Dialog und im Zuhören sowie seine Kenntnisse der Regionen ebenso wie der Wirtschafts- und Sportwelt sind wesentliche Stärken für die erfolgreiche Durchführung dieser ehrgeizigen und verantwortungsvollen Spiele“, hieß es in der Mitteilung des OK. Die Personalentscheidung war aus einer außerordentlichen Hauptversammlung am Sitz des Komitees in Décines-Charpieu bei Lyon hervorgegangen.

„Den Vorsitz von Alpes 2030 zu übernehmen, ist eine Ehre, denn es ist vor allem eine Verpflichtung, gemeinsam als Team den Sport und Frankreich ins Rampenlicht zu rücken“, erklärte der 64-jährige Roux de Bézieux, der bereits seit April in einem Ausschuss des OK aktiv ist. Zuvor hatte er zwischen 2018 und 2023 Medef geleitet und war zudem in verschiedenen Sportgremien tätig.

Sein Vorgänger Grospiron, 1992 Olympiasieger auf der Buckelpiste, hatte sein Amt wegen „Spannungen auf der Führungsebene“ niedergelegt. In seiner Amtszeit war es noch während der Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo zu einem Eklat gekommen. Generaldirektor Cyril Linette war damals wegen „unüberbrückbarer Differenzen“ mit Grospiron zurückgetreten.