Frankfurt freut sich über „Glücksgefühle“
Nach dieser Fehlentscheidung dreht die Eintracht auf
Der Achtelfinal-Einzug im DFB-Pokal soll den Hessen einen Push für die Liga geben. Der HSV ärgert sich derweil über einen nicht gegebenen Elfmeter.
2014-Weltmeister Mario Götze sieht sein Team auf einem „guten Weg“, Neu-Nationalspieler Younes Ebnoutalib freute sich über „ein sehr schönes Gefühl“: Nach schwierigen Wochen pusteten die Stars von Eintracht Frankfurt erleichtert durch. Der 3:1-Erfolg in der 2. Runde des DFB-Pokals im Erstliga-Duell beim Hamburger SV soll den kriselnden Hessen Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben.
„Das war extrem wichtig“, sagte Torschütze Ebnoutalib dem Sport-Informations-Dienst: „Es tut gut für den Kopf, dass alle hier mal wieder die Glücksgefühle bekommen. Das tut schon sehr gut.“ Nach einer torlosen ersten Halbzeit trafen im ausverkauften Volksparkstadion Kapitän Robin Koch per Kopf (56.), Jonathan Burkardt (71.) und schließlich der eingewechselte Ebnoutalib (75.) zum letztlich verdienten Sieg. Terem Moffi (79.) gelang für die Gastgeber nur noch der Ehrentreffer.
„Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung“, sagte Mittelfeldspieler Götze: „Wir dürfen das aber nicht überbewerten.“ Er wähnt die Eintracht „auf einem ganz guten Weg. Wir wissen aber auch, dass es viel Arbeit ist.“ Ob der Achtelfinal-Einzug einen Push geben könnte? „Hoffentlich“, so Götze.
HSV hadert mit strittiger Szene
Schon am Sonntag (17.30 Uhr) steht für den Tabellen-14. der Bundesliga die nächste Prüfung an – dann trifft die Mannschaft von Trainer Adi Hütter erneut auf den HSV, dann wird in Frankfurt gespielt. „Wir machen kleine Schritte. Wir sind eine Runde weitergekommen, das ist das, was zählt“, sagte Götze: „Wir wissen aber auch wie schwierig es ist, am Sonntag die Punkte zu holen.“
Die Hamburger haderten unterdessen mit einem aus ihrer Sicht nicht gegebenen Elfmeter in der 35. Minute. HSV-Trainer Merlin Polzin sprach hinterher von einer „Schlüsselszene“, dass der VAR sich nicht einschaltete, als Zakaria El Ouahdi im Sechzehner von Eintracht-Verteidiger Koch umgerempelt wurde. „Ich habe es jetzt aus sämtlichen Perspektiven gesehen. Das schmerzt uns natürlich sehr. Es wäre die Möglichkeit gewesen, das Spiel auf unsere Seite zu ziehen“, sagte Polzin enttäuscht.