Traumtor! Tel tut Alonso in hitzigem Derby richtig weh
De Zerbi: Chelsea-Fluch ist "nicht unser Problem"
Mathys Tel setzt bei Tottenham Hotspur ein Ausrufezeichen. Der ehemalige Bayern-Profi trifft im Duell mit dem FC Chelsea sehenswert und tut damit Xabi Alonso richtig weh.
Mathys Tel hat Tottenham Hotspur in der Premier League im London-Duell beim FC Chelsea mit einem Traumtor jubeln lassen und zum 2:0-Sieg geführt.
Der frühere Angreifer des FC Bayern erzielte für die Spurs in der 87. Minute einen sehenswerten Treffer nach 60-Meter-Solo und ärgerte damit Xabi Alonso an der Seitenlinie des Gegners gewaltig.
Der Franzose gewann den Ball tief in der eigenen Hälfte an der Seitenlinie, sprintete dann über 60 Meter bis kurz vor den Strafraum von Chelsea und zog dann aus der Distanz ab. Der Ball schlug flach im Eck ein.
Für Tel war es ein wichtiges Erfolgserlebnis, nachdem der 21-Jährige zuletzt wegen schwankender Leistungen und einer Reihe unglücklicher Auftritte erneut in die Kritik geraten war. Der Treffer war für Tel nun auch eine Erlösung und das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison. Bisher sammelte er noch keine Torbeteiligung.
Traum-Solo von Tel tut Alonso weh
„Es ist etwas ganz Besonderes, weil wir schon so oft bei Chelsea zu Gast waren und noch nie gewonnen haben. Wir haben heute eine großartige Mentalität gezeigt und müssen diesen Sieg genießen“, jubelte Tel bei Sky. Der Ex-Münchner fügte mit Blick auf sein Tor an: „Wir haben heute viele Chancen herausgespielt, wir sind gemeinsam auf den Platz gegangen – das Tor ist etwas Besonderes für mich. Ich freue mich darüber, und jetzt müssen wir weiter Druck machen.“
Trainer De Zerbi rechtfertigte bei der BBC das Vertrauen in seinen Spieler: „Mathys muss einfach spielen, um Fußball noch besser zu verstehen, um noch ruhiger zu werden. Aber er ist ein riesiges Talent.“
Mit seinem Treffer setzte der Offensivspieler nun ein deutliches Zeichen. Tel zeigte sich als Linksaußen von Beginn an über weite Strecken engagiert, suchte immer wieder den Weg nach vorne und belohnte seinen Auftritt mit dem Highlight des Spiels. Der ehemalige Bayern-Profi war im Sommer fest zu Tottenham gewechselt und hofft, sich bei den Spurs dauerhaft als Leistungsträger zu etablieren.
Intensives Derby in London
Das Derby in London hatte in der zweiten Hälfte viele Höhepunkte geliefert. Bereits beim Stand von 0:0 gab es nach etwas mehr als einer Stunde eine große Rudelbildung. Tottenham-Coach Roberto De Zerbi sah dafür Gelb. Dann faustete Chelsea-Keeper Mike Penders eine Ecke ins eigene Tor (77.). Wenig später flog auch noch Spielmacher Cole Palmer mit Gelb-Rot nach einem unnötigen Foul vom Platz (80.), bevor Tel den Schlusspunkt setzte.
Tottenham setzte sich damit aus dem Tabellenkeller vorerst ab und sprang vorerst auf Rang zwölf. Chelsea verpasste es hingegen, näher an Manchester City heranzurücken, und bleibt vorerst Vierter.