WM: Medaillenhoffnung für Kevric, Frauen verpassen Teamfinale

von SID
WM: Medaillenhoffnung für Kevric, Frauen verpassen Teamfinale

Helen Kevric zeigt in der Quali am Stufenbarren eine starke Leistung - weitere Finaleinzüge gelingen den deutschen Frauen in Rotterdam aber nicht.

Medaillenhoffnung für Helen Kevric, kein Finale im Team: Für die deutschen Turnerinnen ist die Qualifikation bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam mit gemischten Gefühlen zu Ende gegangen. Während sich Kevric als Zweitplatzierte der Qualifikation am Stufenbarren Hoffnungen auf Edelmetall machen darf, reichte es für die Riege des Deutschen Turner-Bundes (DTB) nicht für den Einzug ins Teamfinale.

Kevric erreicht Stufenbarren-Finale

Die Athletinnen um Cheftrainer Gerben Wiersma hatten ihren Vorkampf bereits am Sonntag absolviert, mit dem Ende der letzten Qualifikationsdurchläufe standen am späten Montagabend dann die endgültigen Platzierungen fest. Kevric, amtierende Europameisterin am Stufenbarren, geht am Samstag mit guten Aussichten ins Einzelfinale an ihrem Paradegerät. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung, auch das Team hat gut performt“, hatte die 18-Jährige, die in Rotterdam ihr WM-Debüt feiert, nach ihrem Auftritt gesagt. Für ihre Übung am Stufenbarren hatte sie 14,766 Punkte erhalten.

Damit sorgte Kevric jedoch für den einzigen Finaleinzug der deutschen Frauen. Im Team wurde der Endkampf knapp verpasst – 158,661 Punkte reichten für Kevric, Karina Schönmaier, Emma Malewski, Madita Mayr und Lea Quaas letztlich nur zu Rang zehn. „Wir dürfen nicht zufrieden sein, auch wenn wir fast das Maximum erreicht haben“, sagte Wiersma. „Wir haben das Potenzial, um weiterhin Platz acht erreichen zu wollen. Fakt ist aber auch, dass uns Silja Stöhr und Pauline Schäfer-Betz sehr gefehlt haben“, fügte er mit Blick auf die beiden verletzen Athletinnen, die für die WM hatten absagen müssen, an.

Quaas und Männer verpassen Mehrkampf

Ihre Hoffnungen auf das Mehrkampffinale musste zudem Lea Quaas begraben, die am Montag noch aus den Top-24 verdrängt wurde. Ein Sturz am Sprung war am Sonntag Karina Schönmaier zum Verhängnis geworden, die Europameisterin von 2025 muss bei der Entscheidung an ihrem Paradegerät am kommenden Samstag daher ebenfalls zuschauen.

Die deutschen Männer hatten zuvor bereits eine enttäuschende Quali erlebt. Mit Rang 15 verpasste die Auswahl einen Platz im Team-Wettbewerb deutlich, weiter geht es lediglich für Timo Eder. Der Pariser Olympiateilnehmer sicherte sich einen Platz im Mehrkampffinale, das am Donnerstag ausgetragen wird.