BVB kassiert überraschende Pleite in Norwegen
Irre Bilder vor BVB-Spiel
Borussia Dortmund verliert bei Bodö/Glimt. Lange Zeit läuft bei den Schwarz-Gelben kaum etwas zusammen. Niko Kovac reagiert - doch es bleibt ein ernüchterndes Ergebnis.
Das war nichts! Borussia Dortmund hat am 2. Spieltag in der Ligaphase der Champions League durchaus überraschend mit 0:1 (0:0) beim norwegischen Außenseiter Bodö/Glimt verloren.
Die Mannschaft von Niko Kovac zeigte auf dem Kunstrasen im Aspmyra-Stadion eine weitestgehend harmlose und ideenlose Vorstellung. In der ersten Hälfte brachten die Schwarz-Gelben lediglich 0,01 xGoals zustande. „Wir haben einfach in der ersten Halbzeit nicht gut gespielt, mit Ball und auch gegen den Ball waren wir einen Schritt zu spät. Wir waren nicht griffig genug. Die Intensität hat gefehlt. […] Es war deutlich zu wenig. Das war heute das Problem“, ärgerte sich Waldemar Anton bei DAZN.
Auch nach Wiederanpfiff war Bodö zunächst die stärkere Mannschaft. Fredrik Sjövold belohnte den Gastgeber schließlich und schob nach Vorlage von Sondre Auklend per Direktabnahme zum 1:0 ein (52.).
Champions League: Vierfachwechsel beim BVB
Nach einer Stunde nahm Kovac einen Vierfachwechsel (!) vor und brachte Ethan Nwaneri, Serhou Guirassy, Julian Ryerson und Felix Nmecha in die Partie.
Das frische Personal stemmte sich gegen die Niederlage, sorgte vermehrt für Torgefahr, konnte die Pleite jedoch nicht mehr verhindern. 27 Jahre nach dem 0:3 gegen Rosenborg Trondheim verlor der BVB wieder gegen ein norwegisches Team.
„Wir haben eigentlich bis nach dem Gegentreffer gar nicht stattgefunden. Die Leidenschaft, die Intensität, der Fußball, den wir brauchen, um hier zu gewinnen, hat in der ersten Hälfte komplett gefehlt. Erst nach dem Vierfachwechsel sind wir besser ins Spiel gekommen und haben dann schon das Heft in die Hand genommen. Bis zu diesem Zeitpunkt war der Gegner klar besser und deswegen müssen wir uns nicht beklagen. Wir haben das Spiel dann auch zurecht verloren“, wurde Kovac deutlich.
Nico Schlotterbeck (1,91 m) hatte Kovac gleich zu Hause gelassen, weil sich dessen Sprunggelenksprobleme möglicherweise verschlimmert hätten. „Das wird kein großer Spaß in Bodö“, vermutete Sportgeschäftsführer Lars Ricken richtig – das TV-Studium des 3:3 des FC Bayern bei Viking Stavanger war eine Zusatzwarnung.
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Die Dortmunder begannen halbwegs engagiert, dennoch zeigte Bodö früh, warum es in der vergangenen Saison Manchester City und Inter Mailand geschlagen hatte. Sondre Brunstad Fet (19.) schoss hauchdünn am BVB-Tor vorbei, Ole Didrik Blomberg (27.) verpasste eine Hereingabe des früheren Frankfurters Jens Petter Hauge um Zentimeter. Den Dortmundern fehlte Ruhe im Aufbau, immer wieder holte sich Bodö den Ball schnell zurück. Gefährliche Abschlüsse des BVB gab es vor der Pause nicht – Silva stand bei seinem Kopfball im Abseits (41.).
Kovac erhoffte sich mehr Struktur, in den ersten 48 Sekunden der zweiten Halbzeit allerdings hatte Andreas Helmersen schon wieder zwei dicke Chancen. Seinen Schuss parierte BVB-Torhüter Gregor Kobel zur Ecke, der folgende Kopfball ging knapp übers Tor. Auch Hauge (48.) und Blomberg (49.) waren gleich wieder brandgefährlich. Der BVB wankte, Kovac gestikulierte hektisch an der Seitenlinie – vergeblich: Sjövold traf zur hochverdienten Führung.
Damit hat Dortmund nach zwei Spieltagen drei Zähler auf dem Konto – ebenso wie Bodö. Als Nächstes trifft der BVB auf Sabah FK aus Aserbaidschan. Bodö ist bei der SSC Neapel gefordert.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)