Spiel von Terzic-Klub Athletic Bilbao nach Fanprotesten abgebrochen
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Das Gastspiel von Edin Terzic mit Athletic Bilbao bei Rayo Vallecano versinkt im Chaos. Nach Protesten der Heimfans wird die Partie vorzeitig abgebrochen.
Die Auswärtspartie von Trainer Edin Terzic und Athletic Bilbao am Samstagmittag bei Rayo Vallecano hat nach massiven Fanprotesten ein vorzeitiges Ende gefunden. In der 13. Minute flogen erstmals Papierflieger, Gummibälle und sogar vereinzelt Sitzschalen von den Rängen auf den Rasen.
Die Partie wurde zunächst unterbrochen, doch auch nach Wiederaufnahme des Spielgeschehens flogen immer wieder Gegenstände auf den Rasen. Schiedsrichter José MarÃa Sánchez MartÃnez schickte beide Mannschaften nach etwa 25 Minuten schließlich in Richtung Kabine.
Partie auch auf Empfehlung der Polizei abgebrochen
Rayo teilte daraufhin beim Kurznachrichtendienst X mit, dass die Partie auf Anordnung des Schiedsrichters und auf Empfehlung der Polizei endgültig abgebrochen werde. Tore waren zu dem Zeitpunkt noch nicht gefallen.
Wann die Partie fortgesetzt oder wiederholt wird, ist offen. Athletic Bilbao teilte mit Verweis auf LaLiga mit, dass das Spiel weder am Samstag noch am Sonntag ausgetragen werde. Die Basken traten daher am Nachmittag die Rückreise an.
Hintergrund der Proteste ist ein seit längerer Zeit schwelender Konflikt zwischen den Fans des Klubs aus dem Madrider Stadtteil Vallecas und der Klubführung um Präsident Raúl MartÃn Presa. Die Ultraguppe „Los Bukaneros“ wirft dem Klub-Boss eine Entfremdung des Vereins von seinem traditionellen Umfeld vor.
Sanierungsbedürftiges Stadion ein Streitthema
Ein Streitpunkt ist das sanierungsbedürftige Estadio de Vallecas, für das aufgrund von Sicherheitsbedenken gut drei Wochen vor Saisonstart die Konzession entzogen wurde. Die ersten Heimspiele der Saison musste Rayo daher im Stadion von CD Leganés austragen. Die „Bukaneros“ hatten zum Boykott der Spiele aufgerufen.
Am Samstag kehrte der Conference-League-Finalist nun wieder in sein Stadion zurück. Doch der Ball rollte aufgrund der Proteste nur kurz.