Wintersportart steht vor dem Aus

von SID
Wintersportart steht vor dem Aus

Nach dem Olympia-Aus der Sportart herrscht bei Bundestrainer Eric Frenzel und den Athleten Alarmstimmung.

Bundestrainer Eric Frenzel sorgt sich nach dem Olympia-Aus um die Zukunft der Nordischen Kombination. „In spätestens zwei Jahren gibt es die Kombination nicht mehr“, sagte der 37-Jährige im Interview mit der Zeit. „Ich höre auch von Kollegen aus anderen Nationen, dass sie nicht wissen, wie es weitergehen soll“, berichtete der dreimalige Olympiasieger.

Auch die Sportler beschäftigt das Thema nach der Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die Sportart nach mehr als 100 Jahren bereits 2030 aus dem Programm zu nehmen. „Bei uns Athleten herrscht eine negative Stimmung“, sagte Vinzenz Geiger. Es mache sich „ein Gefühl der Hoffnungslosigkeit breit“.

Die ersten Gespräche mit Förderern seien negativ gewesen, berichtete Frenzel: „Ich sehe da schwarz.“ Sowohl das FES, die Forschungsstelle für die Entwicklung von Sportgeräten, als auch das IAT, das Institut für angewandte Trainingswissenschaften, würde ab Januar 2027 die Arbeit für die Kombinierer einstellen. Auch die Unterstützung durch die Sporthilfe werde ein Thema.

„Wir müssen abwarten. Aber abwarten geht eigentlich nicht“, sagte Frenzel mit Blick auf einen Einspruch gegen das Urteil. Als er von der Entscheidung erfahren habe, habe ihm das „einen Schlag versetzt“, erzählte Frenzel: „Ich verlor zunächst den Boden unter den Füßen.“ Geiger sprach derweil von einem „Riesenschock“. Er habe sich wie „in einem Albtraum oder in einem schlechten Film“ gefühlt. Ohne Olympia werde die Nordische Kombination „nie mehr der Sport sein, der er einmal war“.